Oh Plastikbaum wie Grün sind deine Blätter: Hug-a-Tree

Wie im letzten Artikel schon gesagt beschäftigen Navsika und Ich uns mit Druck-Sensorik und wie man diese für unser Projekt einsetzen kann. Wir kamen auf die Idee einen Umarmungsbaum zu kreieren. So hieß er auch bis kurz vor der Abgabe, zum Glück ist uns was besseres eingefallen.

Wir wollten dass der Baum mit den Menschen interagiert und kamen auf diverse Ideen, eins war klar, wir wollten dass der Mensch ein positives Gefühl bekommt, wenn er diesen Baum umarmt. Doch wie stellen wir das an? Wie kann das beiden Parteien nützen? 

So kamen wir auf die Idee dass der Baum Saatgut  „verteilen“ soll, man umarmt also den Baum und bekommt im Gegenzug etwas von ihm zurück. Doch wie stellen wir das an? Wir haben lange mit der Idee gespielt dass man eine Art Kaugummiautomat in unseren Prototypen einbaut, der dann auf den Druck reagiert und eine Portion Saatgut freigibt. Das gestaltete sich jedoch als etwas zu teuer und ein bisschen zu schwer in der Umsetzung. Also mussten Alternativen her. Wir entschieden uns dazu, dass der Baum nach der Umarmung aufleuchten könne. Doch wie regeln wir jetzt das Problem mit der Saatgut-Verteilung? Da kam unser Jürgen auf die Idee dass man die Saatgut-Säckchen an den Baum hängen könne und diese entsprechend beleuchtet werden. Das soll dem Umarmenden signalisieren, dass der Baum ihm eine „Frucht“ anbietet.  

Perfekt! Die Idee ist cool und wir haben die Möglichkeiten sie umzusetzen, jetzt musste nur noch der nächste Baumarkt aufgesucht werden und Baum-bau-Material gekauft werden. Das gestaltete sich schwieriger als Gedacht, Ich war bestimmt eine Stunde im Baumarkt am suchen und habe etliche Mitarbeiter gefragt (3) ob sie Materialien für so ein vorhaben führen, alle verneinten. Gerade wollte Ich niedergeschlagen abziehen, als mir eine Kokos-Wintermatte ins Auge fiel. Ich hatte endlich die Grundlage für den Stamm gefunden. Ein paar Büschel Plastikblätter dazu und schon kann es losgehen!

© CLIC-Lab 2020

Das basteln am Baum war das was mir im Kurs am meisten Spaß bereitet hat, endlich hat das ewige rum diskutieren ein Ende und wir können mit dem starten weswegen wir uns auf das CLIC-Lab gefreut haben, das Entwickeln.

Dank Jürgen war alles garnicht so schwer, sprich er hat nach unseren Vorstellungen programmiert und wir mussten ihm nur deutlich machen wie unsere Vision ist, so ist diese natürlich auch mit seinen Vorschlägen gewachsen.   

Alle Fotos © CLIC-Lab 2020

Endspurt:

Nun da Jürgen uns netterweise alles so zurecht programmiert hat, mussten wir die ganzen Kabel etc. in unserem Prototypen unterbringen. Das ging relativ schnell und wir waren vom Ergebnis begeistert. Es war keine große Kunst, doch es kam aus unseren Gedanken und auf einmal steht vor uns ein kleiner Baum der im Ruhe Modus im grünen Licht vor sich herdümpelt, doch sobald man ihn drückt wird er „fröhlich“ und leuchtet schnell und bunt auf. Für uns war das toll zu sehen und hoffentlich bringt unser Prototyp anderen genau so viel Spaß wie uns. Wenn in der Realität dann noch die kleine Saatgut-Säckchen beleuchtet werden und sich der Besucher wirklich ein Stück „Wald“ mit nach Hause nehmen kann, wäre alles perfekt.  

Alle Fotos © CLIC-Lab 2020
© Malte Neemann

Der Kurs „CLIC! Challenge Lab“ hat mir ganz gut gefallen, es gab Sachen die Ich besser fand und welche die Ich nicht so toll fand, meiner Meinung nach haben wir viel zu viel Zeit mit reden verbracht, das führte oft ins nichts und später hatten wir dann Zeitdruck, das lag aber wohl höchstwahrscheinlich daran, dass wir als Kurs ein Projekt zusammen gemacht haben. Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt den Ich nicht ganz so toll fand, nämlich genau das.

Als wir uns letztes Jahr die innovativen Ideen der anderen angeguckt haben fand ich es toll wie unterschiedlich und frei alles war, man hatte viel mehr das Gefühl von einem „Lab“ also wirklich eine Art Werkstatt in der alle an unterschiedlichen Projekten arbeiten und sich jeder etwas übertrumpfen will in Idee und Umsetzung. Diese Dynamik hat mir gefehlt. 

Im großen und ganzen ein toller Kurs, mit ein paar kleinen Down-Phasen, im Endeffekt hat mir aber gerade das Partner-Projekt mit Navsika viel Spaß gemacht.

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