Die beste Idee braucht Zeit.

Wir waren als Kurs sehr angetan von der Möglichkeit den Ausstellungsraum im Kunstkraftwerk mit einer eigenen Installation zu bespielen, deswegen entschieden wir uns dafür in diesem Kurs alle zusammen an diesem Projekt zu arbeiten und eine interaktive Installation für den Raum zu entwickeln. Dafür mussten zunächst einmal allerhand Ideen her. Jeder von uns überlegte sich verschieden Konzepte für ein Thema des Raumes. Die Ideen waren sehr vielfältig und behandelten die verschiedensten Themen. 

Eine meiner Ideen beinhaltete die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit für den eigenen Körper zu steigern, indem verschiedene Körperaktivitäten wie Hirnströme, Blutdruck, Puls und andere gemessen werden und abstrakt visualisiert werden. Der Besucher hätte dafür verschieden Messgeräte anlegen können und hätte dann die Aktivitäten seines eigenen Körpers visuell dargestellt bekommen. Eine andere Idee von mir beinhaltete eine Installation eines Supermarktes mit verschiedenen Aaren zur Auswahl. In dem Moment, in dem sich ein Besucher für eine wäre entscheidet hätte eine Installation begonnen welche ihn mit Hintergrundinformationen zu Herkunft und Produktion der Ware konfrontiert um Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen unserer Konsumverhaltens zu lenken. 

So hatte jeder von uns gute Ideen und die Auswahl viel schwer. Deswegen erfolgte die Auswahl über ein Punktesystem, so dass logisch nachvollziehbar blieb was die Stärken und Schwächen der verschiedenen Ideen sind und welche Ideen von allen als die besten wahrgenommen wurden.

Nach einem längeren Ideenfindqngsprozess entschieden wir uns dafür eine Rauminstallation zu dem Thema Lebensraum Wald zu entwickeln, in welcher gleichzeitig seine Schönheit und Gewalt aber auch die Zerstörung dieses Lebensraum durch den Mensch dargestellt wird.

Nachdem diese Entscheidung getroffen war, begann die Ideenfindungsphase erst richtig. Wir saßen über mehrere Wochen immer wieder zusammen und diskutierten über mögliche Bespielbarkeiten des Raumes, Ihre Vor und Nachteile, und entwickelten neue Ideen dabei. Professor Moll war es wichtig, dass wir die bestmögliche Idee entwickelten. Der Prozess machte mir Spaß und ich lernte viel dabei, über Methoden zur Ideenfindung, und darüber nach welchen Kriterien man Ideen bewerten kann. Auch darüber wie man Kritik und Feedback gibt ohne Ideen direkt anzugreifen, und wie man lernt eine Idee die, einem im ersten Moment nicht so gut gefällt so weiterzudenken, dass sie gut ist. 

Leider benötigte der Prozess sehr viel Zeit und es war schwierig Entscheidungen zu treffen, da oftmals nicht alle von uns anwesend waren, das machte den Prozess etwas zäh. Realistisch betrachtet mussten wir einsehen, dass wir es nicht schaffen würden den Raum im Kunstkraftwerk zu bespielen, da wir die Kapazität dafür in unserer Prüfungszeit nicht aufbringen können würden. Deshalb mussten wir die Entscheidung treffen, das Projekt im Kunstkraftwerk abzusagen. Ich bedauerte diese Entscheidung, da ich das Projekt sehr gerne umgesetzt hätte, verstehe sie aber auch. Dafür Entschieden wir uns dafür die Installation in unserer Hochschule zu einem Tag der Offenen Tür umzusetzen. Ich habe viel in dem Prozess gelernt, bin aber dennoch froh, dass unser Konzept in einer abgespeckten Version umgesetzt wird.

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