4. Aufbau des Kickers

Die Tage des Zusammenbaus begannen mit viel Spaß und Freude. Dies hat sich im Laufe der Zeit jedoch auch verändert. Wir begannen damit, den Korpus des Kickers zusammenzubauen. Das bedeutet: Große Pappen an die Wände des Trägerkartons befestigen. Dies funktionierte mit dem Holzleim aus dem Baumarkt jedoch ohne Probleme. Anschließend wurde der kleine Karton, der später als Spielfeld diente fertig gestaltet. Für ein realistisches Kicker-Aussehen beklebten wir die Wände und den Boden wie ein typisches Fußballspielfeld. Die Löcher für die Stäbe wurden anschließend eingebohrt und danach ausgefeilt. Die Spieler des Kickers, also unsere leer getrunkenen billig-Actimelflaschen bekamen Teamtrikots angezogen, welche aus einem Streifen Papier, die mit dem jeweiligen Teamzeichen versehen waren. In die Spielflaschen wurden nun Löcher herein geschnitten und aus die Holzstäbe gesteckt. Die Lichtschranke wurde bereits vorher im Makerspace in den Karton hinein geklebt. Wir haben auch nicht wirklich Ahnung von Programmierung gehabt, wobei uns Jürgen jedoch viel geholfen hat. Die Tage im Makerspace verliefen also mit basteln und Tests der Technik ab. Wir freuten uns total als alles funktioniert hat. Sogar schon mit unserem eigenen Müll, den wir als Testobjekt hineingeworfen haben. 

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Als die Technik soweit fertig war, dass wir sie nach dem Zusammenbau nur noch ankleben und anschließen mussten, ging es weiter mit dem Zusammenbauen. Noch einmal zur Verdeutlichung: Der Außenkorpus war nun fertig mit dem etwas kleineren Spielfeld in der Mitte. Die großen Pappen um das Spielfeld herum stellen die Wände des Stadions dar. Nun fehlen jedoch noch die Wände, die an den äußeren Wänden des Kartons befestigt werden sollten. Um eine schönere Optik zu schaffen, beklebten wir erst einmal die gesamten vier Seitenpappen mit schwarzem Papier. Das ließ den Kicker von außen sehr edel und modern wirken. Die Wände waren leider doppelt so groß, wie die Innenwände. Ab da an ging der „Spaß“ erst richtig los. Wir mussten die Wände für mehr Stabilität nicht nur ankleben, sondern auch anschrauben. Das knifflige daran waren die Löcher. Die Löcher müssen auch in diesen Pappen direkt gegenüber von den Löchern der Innenwand sitzen, damit die Stäbe locker durch passen und sich drehen lassen. Jedoch war die extrem schwer, da auch sehr genaues abmessen nicht gut funktioniert hat. Denn da alles von Grund auf etwas schief und keine perfekten geraden Winkel hatte, ist dies nun einfach „schätzen und hoffen“ gewesen. Die Löcher wurden also wieder hineingebohrt und das Ganze wurde festgeklebt und verschraubt. Nun kam der Test. Hinstellen und beten, dass es stabil genug ist und tatsächlich, es stand wie eine eins und war sogar richtig massiv. 

Doch dann bemerkten wir ein Problem. Die Löcher waren fast alle nicht auf einer Linie, weswegen die Stäbe nicht hineinpassten, beziehungsweise sich nicht drehen ließen. Wir waren schon halb am verzweifeln, da wir bis dahin fast jeden Tag den ganzen Tag dran saßen. Wir lösten das Problem indem wir die Löcher größer bohrten und ausfeilten. Danach hat alles geklappt. Nun ging es weiter mit der „Ballbahn“. Wir haben uns das Prinzip ausgedacht, dass hinter dem Tor der Ball von beiden Seiten des Spielfeldes in nur eine einzige Richtung fallen kann. Es wurden Rampen in die Zwischenwand eingebaut, welche den Ball zu dem Schlitz in der Außenwand transportieren. Dort öffnet sich nun nach Mülleinwurf eine kleine Tür, die mit der Lichtschranke verbunden ist, der Ball kann von außen mit zwei Fingern gegriffen werden und in das Balleinwurfloch geworfen werden. 

Als alles soweit fertig aufgebaut war, probierten wir das Ganze natürlich auch aus. Also Stecker rein, Müll einwerfen und…. ES FUNKTIONIERT! Wir waren heilfroh, dass alles geklappt hat und zudem sieht der Kicker wirklich schick aus. Fast schon zu schick für einen Mülleimer-Papp-Prototyp.

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