3. Konzeption und Vorbereitung des Kickers

Bevor es daran geht sich an den Bau des Müllkickers zu setzen, mussten wir erst einmal überlegen wie er überhaupt aussehen soll und wie das ganze dann auch funktionieren kann. Also begannen wir mit ein paar Scribbles und Aufbau-Skizzen, um zu sehen ob wir auch die selben Vorstellungen haben. Die ersten Skizzen waren alle sehr ähnlich, nur die Funktionsweise war eine Problematik. Hier seht ihr mal ein Bild, wo unsere anfänglichen Skizzen zu sehen sind. Wir wussten, wir schaffen es nicht, einen originalgroßen Kicker zu bauen, jedoch wollten wir auch nicht nur ein kleines Modell basteln, sondern haben unsere Ziele hoch angesetzt. 

Nun mal zum Aufbau. Die Hauptbausteine, also das Spielfeld und die Stäbe mit den Spielfiguren sind natürlich als erstes festgelegt wurden, da sie das wichtigste am Spiel sind. Wir kamen schnell auf die Idee den ganzen Kicker aus großen, nicht mehr genutzten Kartons zu bauen. Die Stäbe sollten aus richtigem Holz sein, die bekommt man jedoch in jedem Baumarkt. Bei den Spielern haben wir zunächst überlegt, sie aus Knete zu formen. Aber was passt zu einem Müllkicker besser als Müll? Somit beschlossen wir kleine Flaschen, zum Beispiel von Actimel zu verwenden. Dies verstärkt noch einmal den Recyclingaspekt. Jedoch kam uns beim ersten Versuch uns ein Aufbaubild von dem Kicker zu machen und beim Herumprobieren mit alten Kartons, nicht genutzten Gardinenstäben und Plastikbecher, das Problem hervor, wie der Ball in das Spielfeld gelangt. Das Ganze war so kompliziert, weil wir mit einer Glas-bzw. Plexiglasplatte dem Vandalismus entgegenwirken wollen. Dadurch kann jedoch der Ball nicht einfach aus dem Torloch herausgenommen und in das Spielfeld zurück geworfen werden. Mit diesem Problem haben wir uns sehr lange und mit viel Hilfe herumgeschlagen. Jedoch fanden wir eine Lösung. 

Beim Herumprobieren mit Pappe, entwickelten wir ein Konzept, welches Rampen, hinter einer Wand versteckt, integriert. Das bedeutet: ein Karton, dient als Spielfeld innen und ein zweiter, etwas größerer Karton beinhaltet Rampen, auf dem der Ball hinter den Tor zu einer bestimmten Stelle rollen lässt. An dieser Stelle wird außen an dem Karton ein Spalt sein, sodass man von außen den Ball mit zwei Finger einfach wieder in das Loch schieben kann und eine Runde spielen kann. Um uns mit der von uns geplanten Sensortechnik, welche den Müll erkennt auseinander zu setzen, gingen wir ins Makerspace. Dies ist ein Ort, an dem man seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Mit Hilfe von Jürgen Röger? entwickelten wir die Idee, die Sensortechnik mit einer Lichtschranke darzustellen. Diese Lichtschranke wird unter die Öffnung des Mülleinwurfs befestigt, mit der Lichtschranke auf der einen Seite und dem kleinen LED Lampe auf der anderen. Wenn in diese erzeugte Lichtschranke nun ein Gegenstand, wie beispielsweise ein Papierkneul dazwischen fällt und das Licht kurzzeitig unterbrochen wird, wird ein Signal an eine kleine Tür weitergegeben, welche sich dann öffnet und den Ball freilegt. Nun hat man ein gewisses Zeitfenster, in dem man den Ball in das Loch werfen kann, bevor die Tür sich wieder schließt. 

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Nun hatten wir konzeptionell alle Bausteine zusammen und Überlegungen getroffen, damit es an den Bau gehen kann. Dabei besorgten wir erst einmal alles was wir brauchten. Das war zum einen Pappkartons und Pappe zur Verstärkung. Dies bekamen wir aus der Kooperation mit der Kartenspielfabrik Altenburg, die uns diese Mittel kostenlos zur Verfügung stellten. Des Weiteren besorgten wir die Holzstäbe und Holzleim im Baumarkt. Für die Figuren kauften wir die billige Variante von Actimel (denn wir sind arme Studenten) und tranken fleißig Erdbeermilch, um die kleinen Flaschen verwenden zu können.  Die Technik für die Lichtschranke stellte uns das Makerspace zur Verfügung. Dazu bekamen wir auch zwei Lichterketten, welche als Außenverzierung und Ankündigung der Ballfreigabe dienen soll. Ein Special-Effect sozusagen. 

Nun begannen wir mit der Vorbereitung für den Aufbau. Das heißt: Kartons ausmessen und zuschneiden. Das war für uns wirklich eine furchtbare Arbeit, da die Kartons, die das Innenleben des ganzen Kickers sein sollen, schon vom vorherigen benutzen schief waren. Die Pappen, die als Unterstützung der Stabilität dienen sollen waren circa 4 Millimeter dick. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie lange es gedauert hat dort nur eine Seite zu beschneiden. Als wir die Stabilität testen wollten, hatten wir Angst, dass die Pappe, die eigentlich für Stabilität sorgen soll, den Karton zum kippen bringt, da sie sehr schwer sind. Jedoch haben wir natürlich nicht aufgegeben und das Ganze getestet und anschließend zusammengebaut. 

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