Via Negativa

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Der Papst frage Michelangelo: “Verraten Sie mir das Geheimnis Ihres Genies. Wie haben Sie die Statue von Davide erschaffen – dieses Meisterwerk aller Meisterwerke?” Michelangelos Antwort: “Ganz einfach. Ich entfernte alles, was nicht Davide ist.”

 

Letztendlich weiß keiner so genau wie es läuft und wie nicht. Bis Dato ist das auch zu komplex. Ob ein Projekt erfolgreich wird oder nicht kann man mit den derzeitigen Mitteln nicht berechnen. In naher Zukunft wird sich das zwar ändern, wenn man beispielsweise die allgegenwärtige Observation der chinesischen Regierung mit der AI Kameraüberwachung von MEGVII Face++ betrachtet. Dort ist es jetzt schon möglich die ersten Ansätze eines Menschenauflaufs, der sich zu einer Demonstration entwickeln könnte zu erfassen und im Keim zu ersticken. Das komplettiert die Datensammlung soweit, dass der Geist der Masse ohne größere Hürden berechenbar sein wird und somit der Erfolg eines Produktes planbar.

Aber glücklicherweise sind wir im historischen Europa beziehungsweise im historischen Westen, der sich immer noch an den alten Römern und Griechen orientiert. Hier gibt es noch die Möglichkeit mit dem Durchleben verschiedener Lernstadien oder des intuitiven Erfassens des Zeitgeistes Entwicklungsprozesse mit menschlicher Raffinesse und bodenständiger Handwerkskunst zu erarbeiten.

Klingt ziemlich romantisch aber in einer globalisierten Welt, in der so manche Länder und Regierungen den Anspruch haben, Macht und Kontrolle auf andere Länder und Regierungen auszuüben, ist der Bedarf an romantischen Gefühlen doch eher zweitrangig.

Nun der Blick zurück auf die alten Europäer und zu dem großen Künstler Michelangelo. Diese Methode, die er in dem Ausschnitt zu Beginn beschrieben hat nannten die mittelalterlichen Denker die Via Negativa. Wörtlich übersetzt heißt das der Negative Weg. Oder der Weg des Weglassens, der Weg des Verzichtes, des Reduzierens. Diese Methode stammt ursprünglich aus der Theologie und half den Menschen zu beschreiben, was Gott nicht ist. Heute auch bekannt als Simplicity quasi die Interpretation von John Maeda.

 

Immer in Bewegung bleiben!

Nach der zweiten Testrunde der ersten Betaversionen von Disruptive Transparency kamen wie nicht anders zu erwarten erneute Verbesserungsmöglichkeiten. Zwar verbindet das göttliche Genie der beiden Kunstwerke, die den Anspruch haben die menschliche Kultur nachhaltig zu beeinflussen eine geradezu intime Nähe und ein eindringender Idolcharakter, aber trotz all dem haben sie einen ganz entscheidenden Unterschied: Die Konsistenz.

Anders als der statische in Stein gemeißelte Davide verfügt Disruptive Transparency über eine fluide Konsistenz. Es wirkt aktiv auf den Geist und kann auch als kybernetischer Einfluss auf die täglichen Habits und den Bildungsfortschritt der Menschen gesehen werden.

Dafür braucht es eine Usability, die ebenso flüssig läuft. Denn alles was nicht Disruptive Transparency ist muss entfernt werden. So müssen die Menüpunkte an den Flow der User angepasst werden. Wenn ein Produkt gescannt wird, müssen die wichtigsten Daten wie Preis, Name und Marke schneller erfassbar sein und die Schriftgröße an den einzelnen Leser angepasst sein. Wenn die einzelnen Themenschwerpunkte geöffnet werden, müssen sie wie bei einem journalistischen Artikel durch Headline, Subline, Bild und Text, Schritt für Schritt in die Informationstiefe führen und nicht nach dem ersten antippen den User ins Gesicht springen.

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In der Produktentwicklung gibt es definitiv noch viele Ziele zu erreichen, doch das größte Ziel ist es zu vermeiden, dass die globale Dummheit einzelnen Führern und einflussreichen Firmen zu Füßen liegt. Wie auch Aristoteles vor Michelangelo sagte: “Das Ziel des Weißen ist es nicht Glück zu erlangen, sondern Unglück zu vermeiden.”

 

Disruptive Transparency möchte das Unglück der Menschen vermeiden. Das Raumschiff Erde wird ihren parasitären Befall des Homo stultus consumens überleben, aber die Menschen selbst nicht. Nicht ohne eine disruptive Veränderung.

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