Eine etwas andere Prüfung

In diesem Blogbeitrag werde ich euch von der Präsentation erzählen, wie der Prototyp und die Idee dahinter angekommen ist und aus welchen Materialien der Prototyp genau besteht. Am Ende werde ich außerdem ein Fazit zum ganzen Modul CLIC ziehen.

 

Der Tag der Prüfung war gekommen. Normalerweise bin ich vor Prüfungen immer sehr nervös, doch das war dieses mal nicht der Fall. Vermutlich lag das daran, dass wir die Prüfung in Form von einem Workshop gehalten haben. Jede Gruppe hat im Raum eine kleine Station zum eigenen Prototypen vorbereitet. So konnte man von Station zu Station gehen und sich die Ideen und Prototypen erklären und vorführen lassen, das war sehr interessant, aufschlussreich und eine angenehme Atmosphäre.

 

Der Prototyp

So aber nun erstmal zu meiner Idee und meinem Prototypen: Wie schon im vorherigen Blogbeitrag erwähnt, handelte es sich um einen Onesie bzw. Overall der menschliche Wärme und Nähe übermitteln soll und eine Lampe, die im Takt des Herzschlages des jeweils anderen schlägt.

Doch wie kann das genau funktionieren?

Technisch war es für mich leider nicht umsetzbar, dafür fehlte besseres technisches Verständnis, Budget und Zeit. Aber es handelt sich ja um einen Prototypen der zeigen soll, wie es aussehen und funktionieren könnte. Zum einen besteht der Onesie aus weichem Kuschelstoff, sodass das Tragegefühl sehr angenehm ist. Um Wärme des jeweils anderen zu übermitteln, braucht man Wärmesensoren. Dafür wurde eine Pflasterrolle genommen, die in Kreise geschnitten wurde. Genau das selbe auch bei den Drucksensoren, denn diese braucht man um die Berührungen zu übermitteln. Natürlich funktioniert das nicht ohne Kabel, dachte ich zumindest. Also wurde ein Kabel durch den Onesie gelegt, welches man in den Taschen verstauen konnte. Das Kabel kann man an ein Handy/Tablet, einen Laptop oder eine Powerbank anschließen.

 

Kabel und Sensoren

 

Und wie kann man das Gefühl von einer echten Umarmung vermitteln? Die Drucksensoren reichen dafür nicht also. Die Antwort lautet:

Muskeln aus Textilgewebe.

Klingt ziemlich strange oder? Bei diesem Stoff wird normales Textilgewebe in elektrisch angetriebene Muskelfasern umgewandelt. Unter Strom zieht sich das Gewebe zusammen oder dehnt sich aus wodurch man das Gefühl von einer echten Umarmung bekommt (mehr Infos unter: [http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21090-2017-01-26.html]). Um diesen Stoff mit dem Prototypen zu vereinen wurde Fliegengitter verwendet und in den Onesie eingenäht.

 

   Fliegengitter für den Muskelstoff

 

 

Zu guter letzt hat der Onesie am Handgelenk einen Knopf bekommen. Zum einen kann man dort den Overall an- und ausschalten und durch den Knopf wird der Puls übermittelt. Diesen Pulsmesser braucht man für die Lampe. Leider hat das blinken nicht funktioniert, das wäre zu teuer geworden. Aber es war ausreichend um sich alles genau vorstellen zu können.

 

Lampe und App

 

Feedback

Nun zum Feedback der anderen. Alles in allem kam Digitouch bei jedem gut an. Für das Problem, die fehlende menschliche Nähe (im virtuellen Raum), ist Digitouch eine interessante und durchaus vorstellbare Lösung. Der virtuelle Raum steht aus dem Grund in Klammern, weil sich der Prototyp nicht darauf beschränken sollte. Man kann ihn auch tragen ohne miteinander in der virtuell Reality verbunden zu sein. Das habe ich nicht ausreichend durchdacht, so könnte man zum Beispiel in der App eine Chatfunktion hinzufügen (die Erklärung der App könnt ihr im vorherigen Blogbeitrag nachlesen). Weitere Kritik war, dass das Kabel ein unangenehmes Tragegefühl vermitteln könnte. Man könnte es stattdessen mit Solarenergie umsetzen und auf den Kabelsalat verzichten. Alles in allem war das Interesse groß und viele haben gesagt, dass sie sich den Onesie selber kaufen und tragen würden.

 

Onesie

 

Mein persönliches Fazit

Ich habe aus diesem Modul einiges mitnehmen können und es hat mir viel Freude bereitet. Natürlich gab es auch Punkte, an denen man nicht mehr weiter kam. Doch dadurch, dass wir viel in Kleingruppen präsentieren und den Unterricht offen gestalten konnten, bekam ich hilfreiches Feedback und Tipps, wie man den Prototypen besser machen könnte. Gut gefallen und weitergeholfen hat mir auch die Methode von Bill Verplank oder der Simplicity Ansatz. Mit dem was am Ende dabei raus gekommen ist bin ich sehr zufrieden. Vielen Dank für dieses abwechslungsreiche und interessante Projekt!

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