Schon eine Frage bewegt die Welt

… diese Frage ließ uns einfach nicht los. Ist es möglich mehr Menschen weltweit mithilfe von Dezentralisierung und Onlinetransparenz einer Aktion zum Mitmachen zu animieren? Wir waren uns einig: klar, wieso auch nicht! Doch diese nicht ganz durchdachte und leicht voreilige Annahme sollte sich noch als eigene Stolperfalle rausstellen.

Zuallererst mussten wir unsere Gedanken hinsichtlich dieser noch recht schwammig formulierten Grundidee sammeln und selbst erst mal herausfinden was wir uns nun konkret darunter vorstellten. Wie sich herausstellte war das doch schwerer als vermutet. Beide steckten wir in einer anfänglichen Blockade, bedingt durch die doch recht schwere Kost unseres Ursprungsthemas. Solange die Thematik rund um Bitcoins und Blockchain-Technologien von uns noch so leicht geschwollen formuliert wurde, standen wir uns selbst im Weg. Einige Tage beschäftigte uns die Leere beim Gedanken an diese starre, technologische Ausgangslage. Doch dann plötzlich konnten wir endlich eine Brücke zur Anwendbarkeit der Blockchain schaffen. Vier entscheidende Charakterzüge verbinden uns innerhalb einer Gesellschaft immer und immer wieder, egal ob bewusst oder unbewusst. Die Charakterzüge sind:

die heutige Abhängigkeit von unserem Handy
der Drang die eigene Meinung äußern zu wollen
die eigene Wertschätzung aufgrund von Exklusivität
das Interesse an der Privatsphäre anderer

So entstand die Idee zu ask the world: ein weltweit anonymes Umfragetool, das weder gesteuert werden kann noch einen zentralen Server besitzt; ganz nach dem Blockchain Vorbild. Die Besonderheit daran? Die Teilnahme an unserer Umfrage ist nur ein einziges Mal im ganzen Leben möglich – das heißt entweder jetzt oder nie. Ein Countdown kündigt die Veröffentlichung der Frage an und sobald der Startschuss gefallen ist, läuft der Timer ein halbes Jahr bis zu dem Tag, an dem sich die Umfrage automatisch abschaltet. In dieser Zeit haben bis zu 4 Milliarden Menschen das Privileg ihre Meinung zu der Thematik anonym und frei preiszugeben. Daraufhin folgt das Belohnungsprinzip, indem man sich ebenfalls einmalig drei der anderen anonymen, jedoch regional zugewiesenen Antworten anschauen darf.
Idee hin oder her! Der Grundgedanke hinter ask the world entpuppte sich zeitgleich als k.o. Schlag. Die Botschaft dahinter sagt soviel wie: „Nutz die Chance und scheu dich nicht, alles zu sagen, was du dir sonst nicht trauen würdest.“ Aber das ist das Problem, denn niemand kann kontrollieren, ob die Teilnehmer auch wirklich sinnvolle Beiträge zu der zentralen Frage hochladen und eben nicht nur darauf aus sind die Geschichten der anderen zu lesen. Wäre das der Fall, so würde sich die anfänglich geheimnisvoll innovative Umfragenidee ganz schnell in einen Flop verwandeln. Um dies zu verhindern, beschlossen wir den Gedanken an unsere Umfrage einfach als nette Utopie weiter zu spinnen, uns jedoch ein weiteres Mal neu zu orientieren.

Jedoch eine Frage wird mich für immer beschäftigen:
Hätte ich wirklich die Möglichkeit einmalig der ganzen Welt eben diese eine einzige Frage stellen zu dürfte, was würde ich dann wissen wollen?

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Foto © Chuttersnap

 

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