Viva la revolución!

„Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefasst sein.“ – Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) Deutscher Dichter und Naturforscher

So wie Goethe es befohlen, müssen auch wir mit dem Wandel der Zeit „wechseln“ und vielleicht wird diese Einstellung unser Projekt auch (in bestimmt naher Zukunft) zum Erfolg machen.
Nun zu unserer Uhr…unserem Armband…der Portemonnaie-Armbanduhr:

 

Man kann mit diesem schicken kleinen Ding bezahlen, zum Arzt gehen und eine Disco besuchen; wenn man will auch am selben Tag! Der Bonus: Es gibt eine integrierte Uhr. Wir dachten uns jedoch: „Wäre es nicht cool, wenn dieses kleine Armband auch noch irgendetwas anderes könnte? Etwas, dass wir noch nicht im Portemonnaie haben?“; wir wollten also noch irgendeinen USP, also etwas, was dieses schicke Armband einzigartig machen sollte. Wir hatten uns also überlegt, was wir am Tag so alles damit machen könnten. Man könnte zum Bäcker gehen, danach würde ich mich vielleicht unwohl fühlen und zum Arzt gehen… Und da hatten wir die Idee: die Erste Hilfe Funktion. Was kann man sich jetzt genau darunter vorstellen?

Die Erste Hilfe Funktion soll dazu dienen, dass man für den Fall eines Unfalls oder im Notfall angezeigt bekommt, was dieser Person fehlt. Zwar (noch) keine Schritt für Schritt Anleitung (das wäre vermutlich etwas für die Weiterentwicklung), aber zumindest Angaben, ob diese Person nun auf der Straße wegen Unterzuckerung ohnmächtig geworden ist, wenn sie Diabetes hat oder ob es sich hierbei um eine Art Anfall handelt. Hier würden dann kurze Informationen zu finden sein, was man zu tun hat. (bspw. bei einem Epilepsieanfall nichts in den Mund der betroffenen Person stecken, damit sie sich nicht auf die Zunge beißt)
Auch bei einem Unfall könnten bspw. der Notarzt oder die Ersthelfer schnell einsehen, welcher Blutgruppe man angehört oder an welcher Krankheit man erkrankt ist, um eine schnelle und effektive Erstversorgung zu garantieren.

Aber wie kann ich denn diese Erste Hilfe Funktion einsehen? Und wie soll das mit dem Bezahlen funktionieren? Wer kann denn meine Personalien einsehen und wie soll mir das alles helfen?

Darf ich vorstellen: Die C-Watch App. Endlich hat unsere Armbanduhr einen Namen und

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Wort-Bild-Marke der C-Watch in der App

auch eine App! Das C steht hierbei für Chip und Watch kommt aus dem englischen, also „Armbanduhr“. In dieser App soll man genau einstellen können wer bei der Ersten Hilfe einsehen kann, ob ich Epilepsie, Diabetes oder irgendetwas anderes habe. Mit einem in die App eingebauten Scanner kann man ganz einfach über die C-Watch fahren und der integrierte Chip (ein NFC Chip, der auch in Smartphones eingesetzt wird) gibt die nötigen Informationen frei. Natürlich kann man auch nichts angeben, wenn man das nicht möchte. Aber in Sachen Erste Hilfe wäre dies ein weiterer Schritt.
Zudem sollten Notärzte und Ersthelfer mit einem speziellen Lesegerät ausgerüstet sein, da man auch einstellen kann, ob oder was eine Privatperson oder ein Arzt/Rettungsdienst in meiner Erste Hilfe Funktion und Krankendaten einsehen darf.

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Informationsarchitektur zur C-Watch

Stichwort Lesegerät: Was ist mit den Personalien? Personalausweis und Reiseausweis? Wer kann das eigentlich einsehen? Natürlich nur die Polizei und allen, denen man es erlauben möchte. Allerdings werden diese Daten größtenteils nur von der Polizei und anderen Behörden, für die dies wichtig wäre und auch nur mit einem Lesegerät freigegeben. Hier soll es zu keinem Missbrauch kommen. Aber wenn ich jetzt nur ins Kino will oder Alkohol kaufen möchte? Da muss ich auch manchmal meinen Perso rausrücken! Das würde dann zu den Bereichen gehören, bei denen man entscheiden kann, ob man diese sichtbar machen möchte oder nicht. Ich kann also entscheiden, ob jemand meinen Namen und mein Alter einsehen darf, mehr als das wird allerdings auch von der C-Watch nicht mehr frei gegeben. Das heißt, selbst wenn ich möchte, dass der hübsche Kassierer vor mir sieht wo ich wohne oder wo ich geboren wurde wird dies aus Sicherheitsgründen nicht von unserem Armband gestattet sein. Wer das allerdings doch möchte kann ja seinen Personalausweis mit sich führen, darüber haben wir keine Macht mehr.

Für die Bankkarte gibt es nichts besonderes einzustellen, da sie in der C-Watch genau so wie eine normale Bankkarte funktionieren würde. Einmal über das Lesegerät fahren und die Transaktion wird genehmigt… oder auch nicht! Für diesen Fall haben wir uns natürlich auch etwas einfallen lassen: In der App kann man seinen Kontostand einsehen. Also wie eine Sparkassen App auf dem Handy, nur dass man hier keine Überweisungen oder sonstiges tätigen kann. Sicherheit geht vor und die App soll nicht die Macht besitzen über das Geld zu verfügen. Sie soll lediglich als Übersicht dienen, da man beim bargeldlosen Bezahlen oft den Überblick verliert. Auch haben wir uns gefragt, ob es wirklich so einfach sein soll zu bezahlen. Man fährt mit der C-Watch nur mal über das Kartenlesegerät, worauf der Chip reagieren würde, und zack, hat man bezahlt. Woher erkennt man, dass bezahlt wurde? Die C-Watch selbst soll eine Lichterkonstruktion haben, die in den Farben Rot, Grün und Blau aufleuchtet. Rot – Transaktion nicht genehmigt. Grün – Transaktion genehmigt. Blau – Das Gerät funktioniert!

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So könnte die C-Watch aussehen!

Was passiert, wenn man das aus versehen macht? Wenn man nur vorbei läuft und es wird auf einmal gezahlt? Oder wenn man mit einem Freund mit C-Watch Händchen hält? Wandert dann der Taler automatisch von einer zur nächsten Hand? Das ist ein großes Problem. Wir haben uns dann dazu entschieden, dass auf der Oberfläche, an der die Zeit angezeigt wird, auch ein Fingerabdruck Scanner integriert sein sollte. Sobald man also seinen Daumen oder Zeigefinger auf diesen Scanner legt und zusätzlich über ein Lesegerät fährt wird eine Transaktion gestartet.

Auch die Allgemeine Sicherheit war ein großes Thema. Was passiert wenn mir meine C-Watch geklaut wird? In der App gibt es eine Sofortsperre, man muss noch nicht mal den Zugangscode zur App eingeben, man kann seine Armbanduhr sofort sperren lassen und sie bei Bedarf und nach einigen Sicherheitsmaßnahmen wie Sicherheitsfragen etc. wieder entsperren.
Aber es ist ein Armband! Was ist, wenn mir das geklaut wird? Ganz ehrlich, im Prinzip kann einem alles geklaut werden. Auch das Smartphone wo die Sparkassen App und was nicht alles drauf ist. Hier müsste man sämtliche Social Media, E-Mails, Banken und sonstige Bereiche kontaktieren und sperren lassen bzw. Passwörter ändern. Wenn einem der Geldbeutel geklaut wird darf man nicht nur die Bank informieren sondern auch das Bürgeramt, die Krankenkasse und so weiter. Viele Telefonate und viel Stress. Mit der C-Watch hat man nur einen Klick und das Problem hat sich erledigt. Die Armbanduhr ist von da an unbrauchbar und alle Daten gehen sofort verloren. Wenn einem natürlich dann noch das Smartphone mit der App geklaut wird sollte man sich schnell einen Computer oder sonstigen Zugang zum Internet verschaffen. Mit einigen Sicherheitsmaßnahmen kann nun auf die App zugegriffen werden und die C-Watch wird gesperrt.

Ich habe gemerkt, dass es doch einiges gibt, auf das man achten muss. Sicherheitsbestimmungen und die Bereitschaft, so viel Informationen in eine App und eine kleine Armbanduhr zu stecken sind nicht das einzige, was mir manchmal Kopfzerbrechen bereitet hat. Aber ich glaube an diese Idee, immerhin machen wir doch fast dasselbe in unseren Social Media Accounts, also warum dann nicht auch einen Schritt weiter in Richtung Zukunft gehen?

Bestimmt gibt es auch noch kleine Lücken und Erfolg ist nicht garantiert, aber das soll mich nicht davon abhalten der C-Watch eine Chance zu geben ihre 15 Minuten Ruhm auszukosten.

Bildquelle: ehpien auf Visual Hunt

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