Die Zukunft der Chipimplantate – Vorteile u. Nachteile

In diesem Blogeintrag möchte ich mich nun mit den Vor- und Nachteilen dieser kleinen praktischen Chipimplantaten beschäftigen.

Beispielsweise kann ein Notarzt sofort mit einem Scanner die Medikamentenunverträglichkeiten seines Patienten erkennen, auch wenn dieser bewusstlos ist. Bei Krankheiten wie Demenz ist es hilfreich, wenn ein Chip Informationen etwa über Blutgruppe, Arzneimittelunverträglichkeiten, Wohnort und Krankenversicherung bereithält. Der Arzt hat dann im Notfall sofort alle notwendigen, lebensrettenden Informationen.

Doch so ein Chip dient auch anderen Zwecken. Im Baja Beach Club in Barcelona und in der Bar Soba in Glasgow erhalten Gäste VIP-Zugang, wenn sie sich von einem Disco-Arzt den Chip verpassen lassen. Sobald der Gechipte an einem Lesegerät vorbeigeht, weiß der Club, wen er vor sich hat und wie es auf seinem Konto aussieht. Es ist eine Art Statussymbol und die Leute finden das cool. Auch die Bequemlichkeit spielt dabei eine große Rolle. Mit Bikini oder Badehose im Beach Club ist ein Portemonnaie am Leib nur lästig. Die Kontonummer im Arm ist unauffällig und kann nicht verloren gehen oder gestohlen werden.

 

Das Chipimplantat als menschlicher Barcode.

 

Vom Vorteil des menschlichen Barcodes sind der mexikanische Generalstaatsanwalt und seine Mitarbeiter überzeugt. Sie sind seit 2004 gechipt, damit sie bei einem Attentat problemlos identifiziert werden können. Aus Angst vor Entführungen ließen auch wohlhabende Eltern in Südamerika ihre Kinder mit Chips ausstatten.

Nicht alle sind über die Entwicklung sonderlich glücklich, denn man kann davon ausgehen, dass die zunehmende Kontrolle zu einem wachsenden Misstrauen zwischen den Menschen führt und soziale Bande zerstören kann.

Entscheidend ist, ob so ein Implantat freiwillig getragen wird. Das ist eine Frage der Machtrelation. Bei einer weitflächigen Anwendung im Bereich des Arbeitsplatzes ist es eher schwierig von einem hohen Grad der Freiwilligkeit auszugehen. Arbeitnehmer akzeptierten vermutlich den Barcode im Körper aus Angst um ihren Arbeitsplatz.

Es gibt eigentlich nur zwei Bereiche, wo es sinnvoll erscheint, über die Implantate nachzudenken. Im Bankwesen wären diese von großem Vorteil. Im Unterschied zu einer Karte kann man das Implantat nicht verlieren. Außerdem können diese kleinen Chips womöglich leben retten. Aber vielleicht würde es ja auch reichen, den Chip in die Kleidung einzusetzen.

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