Die Hybris der wirtschaftlich Erfolgreichen

Erfolg haben ist toll! Das macht richtig Spaß und ermöglicht einem viele Dinge, bei denen man als nicht erfolgreicher Mensch nicht in den Genuss kommt, sie zu erfahren. An sich hat das ja auch nichts Schlechtes. Man erntet, was man sät. Und da jeder von der Sehnsucht nach Anerkennung und dem Bedürfnis nach Sicherheit getrieben ist, etabliert sich zunehmend der Anspruch mehr zu ernten als nötig. Das hat zur Folge, dass der Boden irgendwann so ausgelaugt ist und die Ernte ausfällt. Wenn man dieser Metapher weiter folgt, sieht man, dass dieses Phänomen bei sämtlichen Monokulturen der Fall ist. Große Agrarunternehmen wie zum Beispiel Monsanto sehen diese Anbaumethode als sehr effizient. Diese Methode bietet Vorteile bei Pflege und Ernte, nutzt jedoch natürliche Ressourcen wie Licht und Wasser sowie Synergie-Effekte zwischen verschiedenen Organismen oft nicht optimal und erhöht die Anfälligkeit für Störungen (geringere Resilienz). Um eben diese Anfälligkeit zu kompensieren werden viele Pestizide verwendet unter denen nicht nur die Insekten, die Böden und die Pflanzen leiden, sondern auch die Menschen, die in der Nähe der Anbaugebiete wohnen oder sogar als Bauern dort arbeiten. Eine alternative dazu wäre zum Beispiel die indianische Anbaumethode Milpa. Bei dieser Methode werden mehrere Gewächse aufeinander abgestimmt damit der Boden nicht austrocknet und die im Boden aktiven Mikroorganismen und Mikrofauna werden so durch Witterungsschwankungen geschützt. Aber da es schwerer ist die Pflanzen maschinell zu ernten, wird der nicht nachhaltige Weg genommen. Auch wenn dadurch weniger Menschen Arbeit haben die Böden kaputt gehen und Mensch und Umwelt vergiftet werden.

Leider sind diese Strukturen in jedem wirtschaftlichen Unternehmen zu entdecken. Und das absurdeste ist, dass eben diese Menschen, die nicht nachhaltig und sozial handeln, am Ende, die sind, die das höchste Ansehen genießen und sich beste Gesundheit und Sicherheit leisten können. Und solange sich solche Strukturen durchsetzen sind die Politik, die WHO und weitere sozial und ökologische Institutionen nichts weiter als eine unterhaltsame Lachnummer. Was heutzutage fehlt, ist eine globale Vernetzung, die nicht dazu dient unser Ego virtuell aufzupolieren und ins mit vermeintlichen Freunden in Kontakt hält, sondern die das letzte bisschen Intelligenz und Bildungswille in unseren Köpfen vereint und die gesamte Besatzung des Raumschiffs Erde zu einer produktiven Massenseele vereint.

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