Say hello to »Digitouch«!

Eine Wärmflasche und ein Herzschlaggerät, ein Armband mit Appfunktion, ein Pullover mit Drucksensoren, eine Decke mit Ärmeln oder doch ein Kissen? Nichts von alldem ist eine wirklich gute Lösung des Problems: Verlust von menschlicher Nähe. Aber diese ganzen Ideen kamen mir bevor ich bei der jetzigen Idee angekommen bin: Ein Overall und eine Lampe, beides über eine App steuerbar. 

 

In diesem Blogbeitrag schreibe ich über die verschiedenen Ideenansätze die ich hatte, bis ich zur endgültigen Umsetzung des Prototypen gekommen bin.

 

Nachdem ich mich mit den »Laws of Simplicity« von John Maeda befasst hatte, begann ich alle Funktionen die das Produkt, was immer es auch genau werden wird, aufzuschreiben, zu gruppieren und zu vereinfachen. Das Produkt sollte diese Funktionen haben: Pulsübertragung, leuchten, den Sound des Herzschlages übertragen und warm werden. Über die dazugehörige App soll die Intensität gesteuert werden, man soll sich ein Profil anlegen können, sich miteinander verbinden und den Sound steuern können. Nachdem ich mir des öfteren Feedback von außenstehenden Personen geholt habe, wurde mir einiges bewusst was ich verändern und verbessern muss: zum einen wäre die Umsetzung als Kissen oder Pullover nicht optimal. Da ich eine menschliche Umarmung und Berührungen übermitteln möchte, ist ein Kissen nicht gut geeignet. Das ist nicht nah genug am Körper. Einen Pullover müsste man in vielen verschiedenen Größen anbieten. Eine Decke mit Ärmeln wäre bei dem Größenproblem eine gute Lösung gewesen, doch dann kam ich auf die Idee einen Overall zu nehmen. Der ist bequem und kuschelig. Nun zu den Funktionen: Die oben genannten Funktionen sind einfach zu viele. Also ist reduzieren angesagt.

 

Es wird konkret 

Das Leuchten wird mit dem Herzschlag verbunden: eine Lampe, die in einem angenehmen Licht im Takt des Herzschlages der anderen Person blinkt. Sound ist also schonmal gestrichen. Das könnte auf Dauer nervig werden. Der Overall hat zwei Funktionen: Er wird warm und übermittelt somit das Gefühl von einer warmen menschlichen Umarmung. Doch ein wichtiger Teil bei einer Umarmung fehlt noch: Die Berührung. Um das möglich zu machen ist der Overall mit Drucksensoren ausgestattet. Wenn die Person mit der ich über eine App verbunden bin sich selbst umarmt und berührt, kommt diese Umarmung bei mir an und umgekehrt genauso.

 

so könnte die Lampe aussehen

 

»Digitouch« 

Nun zur App: Der Name der App ist »Digitouch« (digital + touch). Wenn man sich das Paket, also den Overall und die Lampe bestellt hat, bekommt man einen Zettel mitgeliefert auf dem der Nutzername und das Passwort steht (damit die App den Overall und die Lampe zuordnen kann). Natürlich kann man Name und Passwort in den Profileinstellungen ändern. Neben der Funktion »Profil« hat die App weitere Menü Punkte: Connect und Saved. Bei Connect kann man Personen suchen und sich mit ihnen verbinden. Desweiteren hat man dort eine Freundesliste. Dort sieht man wenn eine Person online ist und somit bereit ist sich live miteinander zu koppeln. Wenn man live miteinander verbunden ist kann man die Intensität der Temperatur, der Berührungen und die Helligkeit des Lichts regulieren. Wenn man sich mit einer Person verbinden möchte, sie spüren möchte aber sie offline ist, gibt es den Menü Punkt Saved. Dort findet man bereits ausgeführte Berührungen die für einen späteren Zeitpunkt gespeichert sind. Dadurch kann man die vorgetäuschte menschliche Nähe jederzeit erneut abrufen.

 

 

 

Fazit  

Es gab viele Hochs und Tiefs bis ich bei diesem Prototypen gelandet bin. Nun steht die Präsentation und das Testing bevor, das wird bestimmt spannend. Doch davon berichte ich in meinem nächsten Blogbeitrag.

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