Von digitaler Nähe und analoger Entfremdung

Immer wenn ich mich mit dem Thema VR, Kommunikation, Zukunft und Einsamkeit auseinandersetze, denke ich unausweichlich an Black Mirror. Diese Serie zeigt uns, wie Gefährlich Technik und totale Vernetzung ist. der Großteil der Folgen dieser Serie geht am Ende nicht wirklich gut aus. Das ganze macht mir oftmals mehr Angst, als alle Horrorfilme dieser Welt. Natürlich gab es in dieser Serie auch Folgen, die sich mit virtuell reality und augmented reality auseinandergesetzt haben und diese gingen nie wirklich positiv zu ende.

Vereinsamen wir? Das war der letzte Satz in meinem vorherigen Blogtext. Und wenn ja, wie wirkt man der Einsamkeit entgegen?

Wenn ich mich mit einer Freundin oder meinem Freund in Spaces treffe, können wir zwar zusammen reden, uns quasi sehen, zusammen lachen und sitzen fast am gleichen Ort…aber was ist unmöglich? Den anderen zu fühlen und ihn zu umarmen. Wir sehnen uns nach Liebe und Wärme und ohne menschliche Nähe gehen wir irgendwann ein. Ich musste mir also Gedanken machen, wie ich genau das erzeuge, obwohl beide Menschen an verschiedenen Orten sind.

Wie soll man bitte künstlich Geborgenheit und Nähe erzeugen?

Ja, wie? Diese Frage hing mir tagelang im Kopf. Wieso hab ich mich das nicht gefragt, als ich das Thema gewählt hatte? Aber zum umentscheiden war es zu spät und ich wollte auch nicht aufgeben, bis mir etwas eingefallen ist. Wie geht’s nun weiter? Als erstes dachte ich an den Herzschlag den man übertragen könnte. Der Herzschlag ist ein Geräusch, welches beruhigend für uns Menschen ist und Angst lindert. Also fragte ich mich, was das beste Mittel ist, um diesen von Person nach Person zu übertragen. Vielleicht mit leichter Vibration und einer Halskette oder einem Armband? Damit fühlt man sich den anderen vielleicht nah, aber Geborgenheit bedeutet das noch nicht. Trotzdem fand ich die Idee gut und hielt erstmal daran fest. Was fehlt also dazu? Die Wärme des anderen. Ich brauchte ein beheiztes Etwas und befand, dass ein Pullover eigentlich gut dafür geeignet wäre. Ein Pullover der die Körperwärme des anderen überträgt. Mit Halskette/Armband und dem Pullover hätten wir Geborgenheit und Nähe. Benutzt werden kann beides durch eine App an Handy oder Laptop. Damit verbindet man sich mit der anderen Person und kann grundlegende Dinge einstellen, wie: Benutzername, Stärke Vibration vom Herzschlag und mit oder ohne Wärme und wenn ja, wie warm man es gern hätte.

Bei der Präsentation der Idee wurde in den Raum geworfen, dass es zu wenig Interaktion zwischen den Menschen war und leider stimmte das. Eine andere Idee von einem Mitstudenten war es, den Raum mit einzubeziehen. Das fand ich gut. Nur wie? Ich tat mich furchtbar schwer mit dem Thema, dem Problem und dafür eine Lösung zu finden.

Frustration machte sich breit. Wie geht es nun weiter?

 

Autor: Jenne Graßmann

 

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