Die »Laws of Simplicity« von John Maeda

In diesem Blogbeitrag werde ich euch wie versprochen John Maeda und seine »Laws of Simplicity« vorstellen. John Maeda ist ein Grafik- und Interaction Designer sowie ein Informatiker und Autor. Er sucht immer wieder die Verknüpfung zwischen Gestaltung und Technologie und entwickelt diverse Software-Tools, Websites, schreibt Bücher und hält Vorträge über die Verknüpfung dieser beiden wichtigen Bereiche. 

 

So viel zu seiner Person. In den folgenden Abschnitten geht es um die »Laws of Simplicity«, insgesamt zehn an der Zahl.

 

Die erste Regel ist »Reduction«. Reduzieren ist ein guter Weg um Einfachheit zu erreichen, jedoch muss das durchdacht sein. Die einfachste Möglichkeit ist es, überflüssige Funktionen zu entfernen. Dabei muss man sich stets die Frage stellen: Wie einfach kann ich es machen? vs. Wie komplex muss es sein? Es sollte eine gute Balance zwischen Einfachheit und Komplexität gefunden werden. Das Produkt soll einfach zu bedienen sein und alles tun, was die Zielgruppe möchte. Dieser Idealzustand der Einfachheit ist durch die sogenannte durchdachte Reduktion zu erreichen.

Die zweite Regel ist »Organize«. Viele Funktionen erscheinen einem im organisiertem Zustand weniger. Man muss sich die Frage stellen: Was geht mit was? Nur mit einem effektivem Ordnungssystem lässt sich Komplexität verringern. Also sucht man sich Oberbegriffe heraus und bildet Gruppen, die sich inhaltlich ergänzen aber klar voneinander trennbar sein müssen.

Die dritte Regel ist »Time«. In der heutigen Zeit ist man viel gestresst und hat keine Zeit und keine Lust sich mit ewig andauernden Ladezeiten einer Website rumzuärgern. So schnell wie der User auf der Seite war, so schnell ist er dann auch wieder weg. Zeit spielt also eine wichtige Rolle, egal in welchem Bereich. Viel Zeit bedeutet Stress und Demotivation, wenig Zeit und somit Schnelligkeit macht den Prozess hingegen Userfreundlich und einfach.

Die vierte Regel ist »Learn«, denn Wissen macht alles einfacher. Das Problem ist, dass man sich häufig denkt: Ich weiß wie das funktioniert, ich brauche keine Erklärung oder eine Bedienungsanleitung. Doch häufig dauert diese Variante oftmals viel länger als wenn man sich die kurze Zeit genommen hätte und sich die Anleitung durchliest.

Die fünfte Regel ist »Differences«. Ohne Unterschiede lässt sich nicht herausstellen was Einfachheit oder Komplexität ist. Erst durch einen gewissen Kontrast fallen einem Dinge auf und weiß Dinge zu schätzen. Einfachheit und Komplexität brauchen einander, das eine Funktioniert ohne das andere nicht. John Maeda macht das an einem anschaulichem Beispiel deutlich: Der iPod vs. einem MP3-Player. Dadurch, dass man diesen Vergleich hat kommt einem der iPod in der Bedienung viel einfacher und somit userfreundlicher vor als bei seinem komplexeren Konkurrenten dem MP3-Player.

Die sechste Regel ist »Context«. Kurz zusammengefasst: Man sollte sich nicht nur auf den Vordergrund, dass was man direkt vor Augen hat, fokussieren, sondern auch den Hintergrund wahrnehmen und nicht ausser Acht lassen. Wir Designer haben viel zu oft einen Tunnelblick und verlieren somit den Blick auf andere Dinge, die genauso wichtig sind.

Die siebte Regel ist »Emotion«. Emotionen sind ein wichtiger Bestandteil um Menschen zu erreichen. Und das will man schließlich mit einem Produkt. Was nützt einem eine einfache  kostengünstige Herstellung, wenn das Objekt nur wenige Leute anspricht und nicht heraussticht.

Die achte Regel ist »Trust«. Wir vertrauen in der Einfachheit. Es ist besser dem Nutzer Anweisungen und Erklärungen zu geben, anstatt nur einen Button zu machen und der Nutzer weiß nicht was passiert wenn er diesen Button klickt.

Die neunte Regel ist »Failure«. Scheitern ist oftmals unumgänglich, auch in der Einfachheit. Manche Dinge können nicht einfach gemacht werden. Hier sind wir wieder bei der fünften Regel »Differences«. Einfachheit und Komplexität gehören zusammen.

Die letzte Regel ist »The One«. Diese Regel siehst du hier als Zitat von John Maeda, denn einfacher und präziser kann man das nicht ausdrücken:

»Simplicity is about subtracting the obvious, and adding the meaningful.

Ten laws (10: one, zero), remove none (0: zero), and you‘re left with one (10: one). When in doubt, turn to the tenth Law: the one. It‘s simpler that way.«

 

 

Fazit

Heutzutage werden wir täglich mit neuen Technologien und Produkten überschüttet. Oftmals fragt man sich ob diese ganzen Geräte das Leben wirklich einfacher machen oder es doch einfach nur erschweren. Wir denken meist viel zu kompliziert, deshalb ist die Richtlinie die einem von John Maeda gegeben wird ein guter Weg, Ideen und deren Funktionen zu überdenken und zu überarbeiten. Genau das habe ich mit meiner Idee gemacht, die ich bereits im vorherigen Blogtext beschrieben habe. Doch dazu mehr im nächsten Blogtext.

 

 

 

Quellen:

http://lawsofsimplicity.com

https://de.wikipedia.org/wiki/John_Maeda

Foto: https://cdn-images-1.medium.com/max/2000/1*-wtMORbVPIMVOGfRxDr7hg.png

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