Why shouldn’t people be able to teleport wherever they want?

Wir sitzen vor dem Laptop, am Tablet, am Handy. Schicken Sprachnachrichten, machen Videoanrufe, chatten. 24/7 immer erreichbar. Tag ein, Tag aus. Technik bestimmt unser Leben. Wir können weitentfernte Menschen innerhalb von Sekunden erreichen. Freunden in Neuseeland jetzt und sofort zum Geburtstag gratulieren? Kein Problem. Mit dem Freund in Japan reden? Klar. Was heute für uns vollkommen normal geworden ist, war früher undenkbar. Aber teleportieren ist für uns immer noch science fiction und unmöglich. Oder?

 

Virtuell Reality (kurz VR) macht teleportieren möglich…fast jedenfalls. Viele kennen VR bisher nur aus Spielen, allerdings kann es einen auch an andere Orte „teleportieren“. Vor drei Jahren war ich in Berlin zur Game of Thrones Exhibition, dort gab es neben den original Filmrequisiten auch drei „Zellen“ mit Wind, Sound und sich bewegendem Boden. Als ich in meine kleine Zelle reintrat, wurde mir eine VR-Brille aufgesetzt. Mit dem Fahrstuhl fuhr ich „the wall“ bis ganz nach oben, der Fußboden wackelte, ich konnte die Eisenstangen die ich mit der Brille sah auch in der Realität anfassen und am Ende stand ich auf der riesigen Eismauer in 213m Höhe. Konnte den Wind spühren und weit in die esige Ferne schauen. AM Ende traf mich ein Pfeil der Wildlings und ich stürzte über 200m in die Tiefe. Das war kein Spiel, das war Erlebnis. Ein sehr großartiges sogar. Wenn ihr auf das Bild unten klickt, kommt ihr zum Video.

Mit VR auf the wall.

In Kooperation mit LEAVR ist sogar auch ein Projekt mit VR bei uns an der Hochschule zustande gekommen. Auch kein Spiel, sondern ein Naturerlebnis. Mit „take a peak“ wirst in das Elbsandsteingebirge gradwegs teleportiert. Berühren kannst du ein Geländer, eine Felswand, einen Baum oder eine Bank. Daneben weht sogar Wind und du hörst Vogelgezwitscher. Klicke wiedr auf das Bild um zum Video zu gelangen.

LEAVR x Vitruvius- Take a peek

Facebook treibt kommunikation einen Schritt weiter

Was hat all das oben geschriebene nun mit Kommunikation und meinen liebsten menschen zu tun? Naja, Facebook treibt Kommunikation und Erlebnis einen Schritt weiter und macht einen großen Schritt in die Zukunft. Da wir grade geklärt haben, dass VR nicht nur Spiel ist, sondern auch Erlebnis ist, ist die Kommunikationsebene nun der nächste Schritt.

Eine gemeinsame Geburtstagsparty mit entfernten Freunden oder Familie scheint nun nicht mehr unmöglich, solange alle eine VR-Brille besitzen. Mit Spaces hat Facebook eine Ebene entworfen, mit der wir uns mit anderen treffen können. Hier der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=PVf3m7e7OKU

Du erstellst dir einen Avatar der, wenn du möchstest, aussiehst wie du selbst und schon kann es losgehen. Dich mit deiner besten Freundin zum Kaffee zu verabreden und ihr deine neue Wohnung zu zeigen, obwohl sie 500km weit entfernt auf ihrem Sofa sitzt scheint nun nicht mehr unmöglich.

Nur positiv?

Wenn man weiter überlegt, macht man sich aber auch Sorgen. Schon durch unser Smartphone und die restlichen Unterhaltungsmedien haben wir vergessen, wie man eigentlich kommuniziert und echte Gespräche führt. Was passiert wenn sich Spaces weiterentwickelt und sich Realität und Virtuelles kaum noch voneinander unterscheidet? Wenn ich nicht mehr nur ein sich bewegender Avatar bin, sondern aussehe wie..echt? Gehen wir noch vor die Tür? Treffen wir Freunde? Erleben wir eigentlich noch echt und wirklich Dinge? Vergessen wir zu leben? Wie sieht es mit menschlicher Nähe aus? Nähe und Liebe gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen.

 

Vereinsamen wir alle?

 

Autor: Jenne Graßmann

Bilder:
http://framestorevr.com/game-of-thrones/
http://www.leavr.de/de/buchen

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