powered by Principle

Zum Erstellen eines Prototyps Marvel bzw. Sketch nutzen oder greift man da stattdessen doch lieber zu XD von Adobe? Tools wie diese existieren heute etliche auf dem Markt. Simpel und funktional, doch stößt man mit ihnen auch dementsprechend sehr schnell an Grenzen. Ihren stark eingeschränkten Funktionen lassen nur einfache Interaktionen entwerfen. Für fortgeschrittene UX Prototypen, deren Funktionen und Zusammenhänge auf komplexeren Interaktionen basieren, gibt es folgende Optionen – Selbst das Programmieren in die Hand nehmen oder Principle.

 

 

 


UI Animation mit Principle und Sketch

Principle ist ein auf iOS basiertes Programm, welcher dem Nutzer erlaubt designte UI Elemente interaktiv zu animieren und zu gestalten. Seine einfach zu bedienende Werkzeuge sowie sein benutzerfreundliches Interface machen es so einzigartig im Vergleich zu ähnlichen Programmen wie Pixate oder Origami. Principle ermöglicht anhand seiner Funktionen die Erstellung von Aktionen, welcher sonst nur in einer tatsächlichen Entwicklungsumgebung gebaut werden könnte wie beispielsweise Xcode. Auch ist es einer der wenigen Programme, der .sketch Dateien unterstützt. Dies ist besonders hilfreich, da die Sketchapp aktuell einer der am meisten genutzten UI Design Programm ist und dementsprechend erleichtert es die Zusammenarbeit mit anderen Interface Designer. Mittel der Programme lassen sich alle Phasen von Low fidelity bis hin zur High fidelity Prototypen realisieren.

Der Ansatz von Principle lässt dem Nutzer viel Spielraum für Experimente. Über die Komponente erstellte Funktionen lassen sich jegliche Interaktionen animieren, ganz nach dem Prinzip „everything that you can imagine is real“. Anschließend kann es als abgesicherte Datei einfach per Drag and Drop (Baukastenprinzip) in anderen Projekten integriert werden. Der Workflow kann anhand dieses Prinzips enorm gesteigert werden, besonders in der Zusammenarbeit in Teams.

Dazu existiert eine große Bibliothek mit fertigen Komponenten, wodurch der Anwender sich sehr viel Zeit bei der Entwicklung ersparen kann. Besonders der Control-Monitor, wodurch jegliche Änderung live beobachtet und getestet werden können, macht das Arbeiten mit Principle immens einfach.

 

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Principle Interface – Photo_ahnduk

 

Artboards in Principle

Natürlich existieren auch einige negative Aspekte wie beispielsweise der Verlust der Übersicht über die einzelnen Komponenten bei mehreren Screens. Principle ordnet die Screens horizontal an weswegen sich hier eine Hierarchie nur bedingt erkennen lässt. Übersteigt das Projekt in der Regel 5 Pages wird es selbst für den Ersteller mühsam seine eigenen Anordnungen und die zusammenhängenden Verbindungen nachzuvollziehen. Alternativ kann hierfür Flinto genutzt werden. Genau wie Principle ist Flinto mit der Sketchapp kompatibel und in der Darstellung etwas übersichtlicher bietet jedoch einen kleineren Spielraum in der Erstellung von Interaktionen.

Fazit

Für künftige UI/UX Designer sind alle drei Programme zu empfehlen jedoch nur in Kombination. Principle allein würde nur wenig Sinn ergeben da die entsprechende UI Elemente dazu fehlen.

 


AUTOR_ahnduk

 

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Siehe auch – Bye Bye Photoshop, Hello Sketch

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