»THEORIE UND PRAXIS…

…wirken immer auf einander ein« – Johann Wolfgang von Goethe. Doch was hat dieses Zitat von Goethe mit Interactiondesign und Sharing zu tun? Ganz einfach, um die entstandene Idee weiter voran zu treiben und vor allem nach ihren Ansprüchen nach intuitiver und einfach Bedienung umzusetzen ist ein Testing der entstandenen Prototypen unabdingbar. Gleicht die Praxis der in der Theorie erhofften Usabilitie oder muss noch einmal nach gearbeitet werden?

 

ANFORDERUNGEN AN EINEN PROTOTYPE

Welche Anforderungen stellen sich aber an einen Prototype in unserem Clic-Labor? Zum Einen muss er natürlich die Grundidee des Sharings widerspiegeln. Ziel soll ein Prototyp sein, der in einem Nutzertest mit Dritten sinnvolle Erkenntnisse zur Umsetzung liefert. Zum Anderen müssen die persönlichen Ansprüche an das Projekt, nach Interaktivität, intuitiver Bedienung und klares Design eingehalten werden.
Grundsätzlich können Prototypen vertikal und horizontal ausgerichtet sein, um Erkenntnisse im Testing zu liefern. Ein vertikaler Prototype konzentriert sich dabei auf alle vorhandenen Funktionen gleichermaßen und deutet diese lediglich an. Der Tester erhält so einen Überblick über die Funktionen und erfährt, wo welche sich befinden könnte. Ein horizontaler Prototype hingegen sucht sich eine (die Hauptfunktion) heraus und deklariert alle möglichen Schritte im Umgang mit dieser Funktion durch, um zu testen, ob die Bedienung der Funktion so gelingen würde.

 

Was heißt das jetzt konkret?

Für den Prototypen des Sharing-Netzwerkes ist es also am effizientesten einen vertikalen Prototypen aufzubauen, der alle Funktionen gleichermaßen vorstellt. Nötig ist aus diesem Grund ein Interface der App, mit einer Übersicht zu vorhandenen Checkpoints, einem umfangreichen Profil (eigene Angebote, eigene Suchen, persönliche Angaben, bevorzugte Checkpoints) und natürlich das Postfach, in dem die Teiler sich austauschen werden, wenn ein Match gefunden ist. Dabei sollte der Fokus vor allem auf der klaren und einfachen Gestaltung liegen und im Testing die Anordnung und optische Gewichtung der Funktionen überprüft werden.

Neben der App muss aber auch der Sharer als externes Tool im Test bedacht werden. Ein Prototyp, der die Größe, Handhabung und grundlegende Bedienung verdeutlicht reicht hierbei aus. Für ein erstes Funktions-Testing ist die Verbindung von Tool und App noch nicht zwingend notwendig, viel mehr spielt auch bei dem Sharer die allgemeinen Eindrücke zur Usabilitie eine Rolle.

 

iPhone-6-4,7-inch-Three-colors-Mockup.png

Übersicht verschiedner Interface-Screens

 

Prototype 2.0

Nach dem ersten Testing mit dem wie oben beschriebenen Prototype wurde deutlich, dass einige Punkte beziehungsweise Anforderungen zwar erfüllt werden, andere jedoch in der Praxis nicht so herüber kommen wie geplant.

Auch wenn der Aufbau der App für die Tester verständlich war und die Bedienung und Informationsarchitektur sich selbst erklärte, stößt der vertikale Aufbau letztendlich doch auf ein Problem. Die Hauptfunktion des Suchen und Findens geht im vertikalen Aufbau unter und verliert so an Bedeutung. Durch den reinen Überblick zu dieser Funktion fehlt der Test ihrer Bedienbarkeit. Gerade im Home-Menü wird die Funktion von den Testern klar vermisst. Zurecht! – Hier muss sich in der Informationsarchitektur dringend etwas ändern.

Im neuen Prototyp können also die grundlegenden Menü-Punkte (Karte, Postfach, Profil) so bleiben, das sie die Gleichstellung der Funktionen unterstreichen und sich intuitiv bedienen lassen. Die Funktion des eigentlichen Teilens muss aber mehr in den Vordergrund rücken und wird aus diesem Grund aus dem Profil-Bereich ausziehen und im Home-Bereich andocken. So wird der Interaktivitätsfokus verschoben und hoffentlich ein klarer Aufbau erreicht, der im Test überzeugt. Also zurück zum Interface, basteln und schieben, damit im Testlabor ein neuer Versuch laufen kann.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Prototype 2.0

 

Neustart in 3 – 2  –

 

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Text & Inhalt: Tanja Tschirpke

Beitragsfoto: http://www.unsplash.com

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