Was will ich eigentlich? 

Diese Frage stellt sich mir nach einer doch gar nicht so kurz geratenen Weihnachtspause in der Heimat. Selbst dort oder wohl eher vor allem dort hat mich der Gedanke an dieses Projekt nicht losgelassen. Doch kamen mir mehr Fragen als Erkenntnisse auf. Welche Funktionen wollen Bewohner einer ländlichen Region als Benutzer der interaktiven Screens? Wäre es nicht besser, doch eine App zu entwerfen? Was war nochmal mein eigentliches Ziel? Und vor allem — was will ich eigentlich? Um zu all diesen Fragen Antworten zu finden, soll dieser Blogeintrag noch einmal als Orientierung fungieren.

Wo sind Geschichten? Und wo wollen wir sie haben?

Der Gedanke daran, dass Geschichten überall und allgegenwärtig sind, hat mich in meinen Überlegungen dazu gebracht, darüber nachzudenken vielleicht doch eine mobile App zu entwerfen. Schließlich gibt es verschiedene Orte, an denen Geschichten stattfinden oder stattfanden. So könnte jeder Nutzer der App seine Story mit einem Ort, einem Gegenstand, einem Blick und seiner Geschichte in Text, Bild, Video auf einer Karte hinterlassen und dafür andere Geschichten ansehen. Aber die Frage lautet ja …

Wo sind Geschichten? Wo will ich sie haben? 

Nach kurzem Abschweifen, bin ich doch wieder bei dem digitalen Screen gelandet, der ganz gezielt als solcher eingesetzt werden soll. Schließlich bin ich beim Punkt der »urbanen Ansprüche« gestartet und hab mir deshalb das Ziel gesetzt den Anspruch nach Mitgestaltung und Kommunikation von öffentlichen Räumen mit verschiedenen Potenzialen zu bedienen. Folglich wird die Idee ein Gestaltungselement des öffentlichen Raumes werden, in Parks, auf öffentlichen Plätzen, an markanten Orten. Klar gibt es dann nicht nur an diesem Ort Geschichten, aber der Symbolcharakter des Screens sticht hervor und gestaltet die öffentliche Umwelt (und genau das ist ja Ziel der ganzen Sache).

Der separate Standort — ist das Kunscht?

In meinen Augen kann ein separater Standort für diese Aktion viel bewirken. Natürlich sollte der Screen im Einklang mit dem Stadtbild stehen, aber wie genial wäre es denn, wenn Wanderer bei ihrer nachweihnachtlichen Tour in den Pfälzer Bergen an einem Aussichtsplateau ankommen und sich dort, noch vollkommen überrascht von der Neuerung, Geschichten aus der Umgebung oder aus der Ferne (Berlin) ansehen könnten.

 

Das kann Kunscht sein! Und sogar Design.

Weitergedacht — wenn die Screens transportabel genug sind, könnte es schon eine kunstvolle Guerillaaktion werden, diese nach Gelüsten an beliebigen Orten aufzustellen beziehungsweise unbemerkt ihren Standort zu verändern. Genau dieser mobile und veränderliche Charakter, das plötzliche Auftauchen von einem neuen Gestaltungselement im Stadtbild, das dann auch noch Interaktionen zulässt und Geschichten erzählt, das trifft die Ausgangsfrage ziemlich gut — Mitgestaltung und Kommunikation im öffentlichen Raum.

Und der Sinn bleibt: »Schau in die Gesichter, nicht ins Telefon. Erzähl Geschichten, keine Neuigkeiten. Zeig wer du bist, nicht wer du sein kannst.«

Okay — die Prämissen sind gesetzt — mobil, einfach bedienbar, vielseitig einsetzbar, intuitiv, überraschend.

Auf in die nächste Runde!

Heureka!

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Autor: Christian Nothnick
Bilder: www.unsplash.com

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