Klappe die Zweite — Es werde Idee.

Knüpfen wir am vorhergehenden Blogeintrag an, so ist es das Ziel, eine Interaktion zwischen einzelnen Menschen aus Stadt und Land zu entwicklen. Diese Interaktion soll nicht nur unterhalten, sondern vor allem aufzeigen, dass es Geschichten und Potenziale, Ansichten und vielleicht sogar Gleichgesinnte überall gibt — nicht nur innerhalb einer Stadt oder einer bestimmten Region.

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Downtown-Kühe — so fordernd, wie diese Vorstellung, ist auch die Problematik der Verbindung/Annäherung von städtischer und ländlicher Kommunikation.

Handwerkszeug Kommunikation.

Packen wir das Problem des interregionalen Austausches beim Schopfe, so können wir wieder auf der individuellen menschlichen Ebene beginnen, um Bewusstsein zu entwickeln. Das soll heißen, dass der Kern des Problems in der direkten zwischenmenschlichen Kommunikation liegt. Oft leben wir nur in unseren eigenen Kontexten, definieren uns als offen und interessiert, was wir sicher auch sind, aber wir scheuen dennoch den Kontakt zum konträren Ebenbild unserer selbst.

Katalysator digitale Mobilität.

Durch sie haben wir die Möglichkeit den Raum-Zeit-Aspekt, der an allen Orten herrscht, zu umgehen und uns gegenseitig Zugang zueinander zu verschaffen. Natürlich wäre ein face-to-face Treffen wirksamer und interessanter, aber Ausflugsfahrten aufs Land/in die Stadt sind vielleicht ein wenig aus der Mode gekommen.

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Face-to-Face oder Face-to-Mobile? Wie bekommen wir die analoge Qualität der Kommunikation (zurück) in die (teil-)digitalen Medien? Wie passt ein analoger Ansatz zu meiner Idee?

Die Welt ist Zwei.

Nun ist es so, dass wir in Land und Stadt zwei vollkommen verschiedene Kontexte vorfinden, die es zusammenzubringen gilt. Auch wenn der Trend mit dem Fortschreiten der Demografie in Richtung Annäherung dieser Kontexte geht, ist es doch eine Barriere, ausschließlich digitale Plattformen zu verwenden. Deshalb umfasst die Idee auch noch ein Stückchen wahre Kommunikation.

Die Idee —

ist ein interaktiver Screen, der an öffentlichen Plätzen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln installiert werden kann und mit Audio/Video/Touch/Bewegungssensorik interagieren kann. Er erzählt stellvertretend für die Menschen, die aus einer »konträren« Region kommen eine Geschichte. Und das in Form eines Videos. So werden beispielsweise in Leipzig Videogeschichten vom Land und in Spremberg Videogeschichten aus der Stadt angeboten. Der Nutzer kann die Region wählen, aus der er eine Geschichte hören möchte und bekommt sie dann audiovisuell vermittelt.

Erzähl mir deine Geschichte.

Inhalt des gezeigten Videocontents sollen Geschichten sein, die der Aufgenommene mit seiner Region verbindet, besonders tolle Erfahrungen, Lebenswege, Lebensweisheiten, Tipps, Tricks, Ziele, Botschaften, Erkenntnisse, kleine persönliche Anekdoten und vielleicht sogar gezielte Fragen oder Problemstellungen, die es zu lösen gilt.

Jeder soll die Chance haben, seine Geschichte zu teilen, deshalb soll es zusätzlich eine App geben, die sowohl so funktionieren kann, wie der interaktive Screen, aber vor allem Videos generieren soll, die an verschiedenen Orten gezeigt werden können.

Belohnungen bieten — Wir sehen uns.

Der springende Punkt ist, dass die Geschichte von einem echten Menschen aufgenommen wird. Der Nutzer des interaktiven Screens wird somit mit Nähe und einem gewissen Vertrauen belohnt, was zum einen weiterführendes Interesse und eine positive Erfahrung in Verknüpfung mit einer bestimmten Region verursacht.

Qualitativer Austausch zwischen Menschen — Postkarten.

Das Schöne ist, dass wir die Möglichkeit bekommen, der im Video gesehenen Person zu antworten. Und das auf eine recht außergewöhnliche Art und Weise. Der Automat druckt eine frankierte Postkarte aus und diese können wir der Geschichtenperson zukommen lassen. Es gibt nichts schöneres, als handgemachte, ehrliche Kommunikation.

Der Nutzen.

Die Frage nach dem Nutzen ist immer schwierig, aber warum muss immer alles einen 1A Nutzen haben? Es geht vielmehr um eine Art unbeschwertes Miteinander und den gemeinsamen Austausch.

Dennoch kann ich sagen, dass wir etwas über Menschen und Regionen erfahren können, ohne unseren eigenen geografischen Standort zu ändern. Unsere Vorstellungskraft wird gefordert und wir bekommen die Möglichkeit, uns mitzuteilen.

Nehmen wir die Chance wahr, so gibt es die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, ein Netzwerk zu entwickeln und Erfahrungen gegenseitig auszutauschen.

Ein wunderbares Beispiel zeigt die Region Graubünden, Schweiz. Wenn wir das jetzt noch nicht nur als Kampagne und als eigendynamischen Bestandteil unser öffentlichen Räume entwickeln können, dann wären wir einen, wenn nicht sogar viele Schritte weiter.

Heureka.

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Autor: Christian Nothnick
Kompositionen: Christian Nothnick
Video/Kampagne: https://www.graubuenden.ch/de
Bilder: www.unsplash.com
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