Wie Albert schon sagte…

„Ich denke niemals an die Zukunft. Sie kommt früh genug.“ – Albert Einstein

Die Welt wird immer schneller, aufregender, innovativer – Die Technik macht’s möglich! Und wie!

Zwar haben wir keine fliegenden Autos oder selbstschnürende Schuhe (oder noch nicht?), aber wir haben Chips. Computer Chips. Und wir tragen sie bereits mit uns. Nicht nur im Computer oder Laptop; natürlich auch in unseren Smartphones und Digitaluhren. In unseren Autoschlüsseln und Hörgeräten. In unseren Bank- und Gesundheitskarten. Überall. Die kleinen Wunder der Technik sind in unserem Leben schon gar nicht mehr wegzudenken. Und das auch zu Recht!

Modernes Leben bedeutet ein einfaches Leben.

Wie sähe unser Leben bloß aus hätten wir unsere Bankkarten nicht. Dann müssten wir zum Geldabheben immer noch persönlich zum Bankschalter gehen und uns unser Geld von freundlichen, aber beschäftigten Bankmitarbeitern abholen. Und müssten die Öffnungszeiten einhalten. Und müssten dort vielleicht auch mehrmals die Woche hin, weil wir immer zu wenig abheben und schlecht im einkalkulieren unserer Ausgaben sind. Und müssten immer und überall Bar bezahlen. Ein Gräeul!

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Vor allem im Zeitalter des Internets auch ein bisschen problematisch. Da würden wohl Amazon, Netflix und Co. nicht gerne mitmachen wollen. Dann würde alles auch ein bisschen länger dauern und es wäre auch nicht ganz so schnell. Aber wollen wir das auch? Wollen wir so leben? Wie vor 50 Jahren?

Nein, wir wollen uns weiterentwickeln, wir wollen alles einfacher haben und am besten auf Knopfdruck und sofort.

Ruhig und geordnet.

So haben wir es gern! Alles soll seinen festen Platz haben und am besten soll sich auch alles verändern ohne dass wir etwas ändern müssen! Veränderungen machen uns Angst, holen uns aus unserer Komfortzone raus und zwingen uns unseren einstudierten Alltag umzustellen. Deswegen verzögert sich die „Modernisierung“ auch so sehr. Wir würden gerne etwas zu uns liefern lassen ohne persönliche Angaben machen zu müssen, wir würden gerne Kaufempfehlungen bekommen ohne zeigen zu müssen was wir überhaupt kaufen. Es ist ein ewiger Teufelskreis! Aber irgendwann kriegen wir es dann doch hin, geben unsere Bankdaten an, unsere Adresse und erlauben Robotern uns eine „Watchlist“ mit unseren Lieblingsfilmen zu erstellen. Und dann wollen wir auf einmal immer mehr. Weil wir erkennen wie einfach es ist per Mausklick etwas in den Einkaufswagen zu legen und am nächsten Tag in den Händen zu halten ohne das Haus dafür verlassen zu müssen. Und wie einfach es ist per „Video on Demand“ Filme und Serien ansehen zu können ohne den Besuch einer Videothek erledigen zu müssen. Es kann doch alles so einfach und schnell sein. Wenn wir nur bereit sind einen Schritt entgegen zu kommen.

Die Bereitschaft ist da – Was jetzt?

Jetzt haben wir also zweiunddreißig Onlineprofile, unser elektronisches Geld und ein kleines Device, dass wir personalisiert haben und keine 30 Sekunden aus den Händen legen können. Das alles beinhaltet was wir benötigen – unsere zweiunddreißig Onlineprofile, unsere Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen, eine Weltkarte, ein Fahrticket, unsere Musik, ein Telefon und ja, wenn wir wollen, auch unser elektronisches Geld.

Aber dann doch nicht alles ALLES. Wir können nicht nur mit diesem einen Gerät in unseren Händen aus dem Haus gehen und in das nächste Nachbarland fahren. Oder zur nächsten Stadt fahren. Oder zum Supermarkt gehen. Wir benötigen Personalien, Haus- und Autoschlüssel und für den Fall der Fälle auch unsere Gesundheitskarte. (Nur für den Fall, man weiß ja nie wann man einen Schnupfen bekommt und dem Hausarzt einen kleinen Besuch abstattet.) Es ist also doch (noch) nicht alles so einfach wie wir es dachten.

Aber warum erzähle ich das alles überhaupt?

Natürlich erst mal, damit es was zu erzählen gibt. Und damit wir uns noch mal gemeinsam ins Gedächtnis rufen können was uns unsere moderne Gesellschaft (und die schlauen Köpfe dahinter) alles für Möglichkeiten gegeben haben! Am Besten ist dies nicht nur an unserem Internet zu sehen, sondern auch in der Technik – Chiptechnologie, ist das Feld auf das ich mich hier fokussieren will. Chips gibt es, wie bereits erwähnt, im Personalausweis und in den Autoschlüsseln; aber auch im Körper!

Die Zukunft ist nah und sie ist hier – bereits seit Anfang der 2000er.

Es begann alles im Jahre 2004…

…zumindest der Anfang unserer „Luxusprobleme“. Im Jahre 2004 haben sich Neureiche und alle die es sein wollen in einer spanischen Diskothek winzig kleine Chips in die Hand implantieren lassen um so ganz einfach ohne Anstehen in das Gebäude zu kommen und ohne Bargeld ihre Drinks bezahlen zu können. Es wurde ihnen einfach per Scanner auf den Chip überschrieben und beim Verlassen der Diskothek über ihr Bankkonto abgezogen. So kann man Chipkarten also auch benutzen!

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Denken wir nun ein bisschen weiter: Nehmen wir also unser Problem des „(noch) nicht alles in einem“ habens. Wir haben mittlerweile unsere Smartphones mit denen wir alles im Bereich „Online“ abdecken können, aber was ist mit den „analogen“ Dingen? Unseren Hausschlüsseln zum Beispiel! Diese kann ich nicht einfach in meinem Smartphone integrieren und mit mir führen – noch nicht! Aber will ich das denn auch? Immer und überall mein Smartphone einsetzen müssen? Ohne das nicht mal eben kurz rüber zum Bäcker huschen oder bei der Nachbarin ein bisschen Zucker leihen? Immer und überall dieses doofe (aber auch wunderbare) Ding in den Händen halten zu müssen und nicht zu vergessen?

Wie wir bereits feststellten verändern wir nicht gerne Dinge in unserem Leben. Und wir wollen es auch einfach und komfortabel haben, nicht vergessen! Wir sind aber dazu bereit kleine Dinge zu verändern, wie etwa unsere Banküberweisungen nicht über ein auszufüllendes und einzuwerfendes Formular zu betätigen, sondern über einen Mausklick über unser Notebook.

Wir möchten uns aber auch keinen Chip unter die Haut spritzen lassen. Es ist schon ein recht seltsamer und vielleicht auch beunruhigender Gedanke einen Fremdkörper in seinem eigenen Körper mitzutragen, nur um ein paar Türen zu öffnen und Drinks zu bezahlen. Nicht alle sind dazu bereit so weit zu gehen um in ihre Büroräume zu kommen oder Kopierer zu bedienen (wie in den letzten Jahren in einem schwedischen Bürokomplex gesehen).

Vielleicht wollen wir sowas auch noch nicht mal mit unserem Smartphone können. Natürlich kann man mittlerweile mit seinem Smartphone über einen Kartenleser an der Kasse am Supermarkt fahren und bezahlen (ganz ohne Bankkarte also!) aber wie viele machen das letztendlich?

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Es gilt eine Hemmschwelle zu überwinden. Eine, bei der man sich nichts in die Hand spritzen lassen muss oder sein Smartphone zwanghaft für alles einsetzen muss.

Eine Schwelle, die wollen wir überwinden.

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