SHARING UND EIGENTUM…

…ALS GRUNDLAGE FÜR INTERACTION DESIGN?

In der heutigen Zeit ist immer öfter die Rede von Sharing und Teilen, dabei versteckt sich hinter dem Begriff der „Sharing Economy“ ein weites Feld an Disziplinen und Bedeutungen. Im allgemeinen Verständnis verbirgt sich dahinter eine Entwicklung in der Gesellschaft,die sich zunehmend abwendet von Eigentum und dem allgemeinen „Sammler-Syndrom“ hin zu einer Gemeinschaft, die Güter und Services teilt und ausleiht.

TEILEN STATT BESITZEN IST DAS MOTTO.
Der aus der Vergangenheit gewachsene Anspruch der Menschen etwas zu besitzen, sich damit selbst zu belohnen oder ein gewisses Ansehen zu profilieren scheint in der heutigen Zeit mehr und mehr an Bedeutung zu verlieren. Das Übermaß an vorhandenen Gütern und die Entwicklung der Gesellschaft übertrumpfen das Besitztum des Einzelnen. Viel mehr entsteht ein gemeinschaftliches Bewusstsein, dass versucht nachhaltig und verantwortlich zu handeln. Die Ökonomie des Tauschens hat es sich zu Aufgabe gemacht, unsere Gesellschaft nachhaltig zu verändern und Güter gemeinsam zu besitzen statt von großen Errungenschaften zu träumen. In Zukunft sollen weniger Käufe nötig sein, dafür aber ein bewusster Umgang mit den Ressourcen und Gütern, die in der Gemeinschaft bereits vorhanden sind. Potentiale verknüpfen ist der Trick.
Die Auslebung des Trends zeigt sich dabei schon jetzt in vielen Bereichen. Immer mehr Menschen teilen. Zum Beispiel Autos, Klamotten, Unterkünfte, Lebensmittel oder anderes.

WIE FUNKTIONIERT SHARING?
Generell lassen sich zwei verschiedene Auslebungen des Sharing-Trends ausmachen. Das Anbieten / Teilen von Eigentümern durch Privatpersonen und das Mieten statt Besitzen, bei dem meist größere Konzerne Güter zur Verfügung stellen, die von mehreren Privatpersonen gleichermaßen genutzt werden können.
Der Ablauf bleibt dabei aber stehts der Gleiche: Eine Person A hat ein bestimmtes Gut oder und nutzt diesen im Moment nicht, sie ist bereit, diesen mit anderen zu teilen. Eine Person B sucht genau dieses Gut für einen bestimmten Zeitraum. Über ein Netzwerk (einen Vermittler) treten beide Parteien in Kontakt und teilen das Gut nun über einen festgelegten Zeitraum.
Grundlage des Sharings ist also das Vorhandensein von Gütern, die Bereitschaft verschiedenere Parteien zum Teilen und vor allem ein Netzwerk beziehungsweise ein Markt, der die Verbindung herstellt.

 

methodik Sharing & Eigentum 2

schematische Darstellung Sharing

 

SHARING = INTERACTION
Der wachsende Trend basiert letztendlich auf reiner Interaktion zwischen Menschen und eignet sich daher hervorragend als Problemgrundlage für ein Clic-Lab Projekt. Mithilfe des Interaction-Designs wird es möglich, ein einfaches Netzwerk aufzubauen, dass zwischen den vorhandenen Parteien vermittelt und einen weiteren Baustein in der Sharing Economy schafft.
Dafür ist es nötig, den Prozess zu verstehen, vorhandene Güter und Parteien zu analysieren und einen gemeinsamen Nenner zu finden, der diese verbinden kann. Ziel ist es, einen Markt zu generieren, der geografisch nah zwischen Menschen vermittelt und den Austausch von Gebrauchsgütern zu beiderseitigem Vorteil fördert.

Denn Letztendlich wissen wir leider viel zu selten, welche Eigentümer und Besitzer unsere Nachbarschaft zur Verfügung stellt. Wir benötigen Hilfe um dieses Potential zu erkennen und einen Austausch – nicht nur von Gütern – aufbauen zu können.

Sharing is caring.

 

 

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Bild- und Textinhalte: Tanja Tschirpke

Beitragsfoto: unsplash.com

 

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