Clic ade, scheiden tut weh

Nun ist es bald soweit, das Semester geht zu Ende und auch unsere Projekte in Clic neigen sich der Fertigstellung. Bald werden wir unseren finalen Prototypen präsentiert haben und uns neuen Abenteuern und vor allem neuen Themen widmen.

Und doch wird Vieles, was wir in Clic gelernt und behandelt haben uns auch weiterhin begleiten, denn wir sind hoffentlich nur der Anfang des gesamten Clic-Projekts.

Durch den Aufbau unseres kleinen aber feinen Clic-Labs haben wir die ersten Schritte gemacht und ich hoffe sehr, dass auch nachfolgende Semester dieses Labor und Arbeitsfläche nutzen und weiter entwickeln werden. Schon jetzt bemerkt man, wie sehr der Raum gebraucht wird und wie auch andere Studiengänge sich freuen, dass sie einen Raum für eigene Projekte bekommen haben. Immer wieder treffen sich im Lab kleine Gruppen, die ihre Prüfung vorbereiten, an eigenen Projekten arbeiten oder einfach Abstand vom stressigen Unialltag suchen. Mich persönlich freut es sehr, dass unsere Arbeit solche Früchte trägt und auch für andere anscheinend nützlich ist.

Für mich persönlich war das ganze Fach Clic sehr spannend, überraschend und innovativ. Durch die Arbeit mit den Grundwerkzeugen, wie Schere, Kleber uns Stift, bekam man ein ganz anderes Gefühl für die zu entwickelnden Apps. Man konnte wieder mehr planen, schneller Ideen umsetzen und auch direkt sehen und anfassen, was man „kreiert“ hatte.

Da ich selber ein Mensch bin, der sehr viel Wert auf Handarbeit legt und immer dafür bin, zunächst zu scribbeln und nicht alles direkt in den Laptop zu hacken, hat diese Fach voll meinen Nerv getroffen. Ich denke das Handarbeit in unsere heutigen Zeit einfach viel zu unterschätzt ist und einfach alles digital gemacht wird, weil es einfach ist. Was wir dabei gar nicht merken ist, dass wir durch den Computer und die ganzen Programme viel zu eingeschränkt sind. Wir werden in unserer Kreativität beschnitten, wenn wir direkt am Pc arbeiten, ohne uns vorher Gedanken zu machen, was wir wollen.

Ich halte mich dabei gerne an die 10 Grundsätze von John C. Jay, dem Präsidenten von Global Creative at Fast Retailing Co.. Denn einer seine Grundsätze ist es, wieder mehr mit den eigenen Händen zu machen, weil die Innovation nur in Gedanken einfach nicht reicht. Er meint damit natürlich auch, dass man nicht immer nur ein Konzept macht und dann die Umsetzung an dritte weiter gibt. Ich finde das ist ein sehr wichtiger Hinweis für die Zukunft. Man sollte sich immer seiner Wurzeln bewusst sein und alles was man von anderen verlangt mindesten einmal selber ausprobiert haben, damit man die Arbeit des anderen auch wertschätzt.

Diese Aussage beschriebt auch das, was ich letztlich aus dieser Lehrveranstaltung mitnehme. Natürlich haben wir vieles gelernt, Methoden, Prototyping, Testing und vieles Mehr, doch für mich war vor allem das Zurück zu den Wurzeln einer der einprägsamsten Gedenken. Es ist das, was ich am Anfang des Studiums noch wusste, nämlich das Scribbeln, einfach auf Papier und ohne Einschränkung, und das was ich über das Studium hinweg langsam immer mehr verloren habe. Durch das ständige Arbeiten mit dem Computer macht man es sich einfach manchmal „leichter“ und überspringt diesen kleinen Schritt. Dabei ist es so wichtig.

Ich werde auf jeden Fall wieder vermehrt zeichnen, scribbeln, planen und konzipieren, meine Ideen mit den Methoden überprüfen und den Laptop auch einfach mal zu machen. Und das solltet ihr auch!

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