Prototyping

Während ich gerade an meinem Prototypen für die nächste Unterrichtseinheit sitze, kam mir der Gedanke, was braucht man eigentlich alles für einen Prototyp und für was ist der eigentlich gut?

Erst mal was ist überhaupt ein Prototyp? Wenn man ein bisschen recherchiert, findet man, dass Prototyp aus dem Griechischen kommt und sich von „Protos“ und „Typos“ ableitet, was so viel bedeutet wie „erstes Vorbild“. So ist ein Prototyp ein für einen bestimmten Zweck funktionsfähiges, aber auch vereinfachtes Versuchsmodell für ein Produkt, Bauteil, Website oder Dienstleistung, etc. Man kann praktisch für alles einen Prototypen bauen und es dient zur Vorstellung und zum Testen des Produkts. Doch jetzt denkt Ihr sicher, Prototyp ist das Gleiche wie ein Mockup?! Das stimmt so nicht. Ein Mockup bezeichnet beispielsweise eine Attrappe, demgegenüber ist der Prototyp ein funktionsfähiges Modell. Wie die Funktionen schließlich präsentiert werden, ist jedem selbst überlassen und es gibt viele verschiedene Möglichkeiten dies zu tun.
Sei es analog, an die Sache heranzugehen, beispielsweise mit Stift, Papier und Cutter, digital, also das Ganze am Computer entwerfen und ausdrucken oder dies mithilfe eines Prototyping-Programmes fertigen.

Ja Ihr habt richtig gehört, es gibt Programme die dazu dienen speziell einen Prototypen zu bauen. Aber warum der ganze Aufwand? Man könnte doch theoretisch direkt das finale Produkt fertigen und sich somit Geld sparen. Doch es ist gerade umgekehrt. Die Unternehmen investieren gerne und viel in das Bauen von Prototypen, weil sie zum Schluss viel Geld sparen können. Wenn man beispielsweise eine Applikation als Prototyp erstellt, kann somit frühzeitig herausgefunden werden, ob diese App wirklich funktioniert, ob sie schon existiert, ob sie wirklich das ist, was man sich vorgestellt hat und das Wichtigste, ob es wirklich das ist, was sich der Kunde wünscht. Doch woher weiß man, wie der potenzielle Kunde diesen Prototypen beurteilt? Das hängt hier von einem der wichtigsten Prozesse ab, dem Testing. Hier lädt man sich Probanden ein, die beispielsweise der Zielgruppe entsprechen. Diese sollen dann den Prototypen der Applikation testen und im Anschluss ihre Meinung abgeben und bewerten oder gleich Verbesserungswünsche äußern. Dieses Ergebnis, was bei dem Testing rauskommt spart enorm viel Zeit. Denn wer schon mal etwas fertig designt und programmiert hat weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt und weiß auch, wie viel mehr Arbeit dahinter steckt, dann noch Änderungen im Nachhinein zu tätigen. So werden oft auch mehrere Prototypen gebaut, um genau zu wissen, wie das finale Produkt aussehen soll und die Kundenwünsche schon bei Markteinführung oder Release zu kennen und diese zu befriedigen. Doch worauf genau muss man achten beim Bau eines Prototypen? Erst mal ist es wichtig zu wissen, wozu und für wen man denn genau den Prototypen baut. Das heißt, man muss genau wissen, wer das Produkt am Ende in der Hand hält und die Bedürfnisse dessen. Außerdem sollte man ein genaues Ziel vor Augen haben, was jetzt genau gebaut werden soll. Das heißt viel Arbeit im Voraus. Skizzieren, Scribbeln, Konzept schreiben und besonders braucht man eine Idee. Wenn dann die ausschlaggebende Idee vors Auge springt und alles soweit ersichtlich ist, kann man anfangen den ersten Prototypen zu bauen. Hier ist es hilfreich, erst einmal in die analoge Trickkiste zu greifen und das Ganze mit Papier, Bleistift und Cutter zu bauen, damit man ein noch klareres Bild vor Augen hat. So jetzt kommt der entscheidende Punkt, der den Prototypen vom Mockup unterscheidet, denn wir füllen den Prototypen mit richtigen Inhalt und geben ihm Funktionen. Das mag jetzt umständlich und nach viel Arbeit klingen, doch hier wieder einfach denken. Denn das Ganze klappt auch mit Stift und Papier. Als Beispiel eine App, hier werkelt man sich einfach ein Interface und verschiedene Screens auf mehrere Pappen und baut hier und da eine Funktion ein und schon kann der Kunde von einer Pappe zur nächsten springen, ganz ohne große Programmiererei und ohne sich darüber zu fuchsen. Das Design steht hier eher hinten an, da das Testen der Funktionen im Vordergrund steht. Wenn man seinen Prototypen dann einmal getestet hat, heißt es die Fehler verschwinden zu lassen, neue Wünsche und Verbesserungsvorschläge einzubauen und vielleicht beim nächsten Prototyp schon eine Stufe weiter Richtung fertiges Produkt zu gehen. Zum Beispiel verwendet man dieses Mal andere Materialien, wie z.B. ein Prototyping Programm.

Meiner Meinung nach, ist das Prototyping ein guter Weg ohne großen Aufwand seine Idee zu testen und zu verbessern. Man schafft es einerseits, einem Kunden seine Idee noch besser zu präsentieren und vorstellbar zu machen, andererseits bekommt man selbst auch gleich Feedback und weiß, was man zu verbessern hat.

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