World Vibe – Prototyping und Testing

Wie in einem anderen Eintrag bereits erklärt nimmt die Idee eines neuartigen und bisher einzigartigen Stadtführers nun endlich erste Formen an.

Wie ihr vielleicht noch wisst hatten Lian und ich uns entschlossen gemeinsam an einer App zu arbeiten, dabei heraus gekommen ist letzten Endes „World Vibe“ und ich muss sagen, wir können sehr zufrieden sein. Die App besticht vor allem durch ihren zurückhaltenden und explorativen Charakter. Uns war es wichtig, dass der Betrachter nicht ständig auf seinen Bildschirm starrt. Er soll sich mit seiner Umwelt vertraut macht, erkundet und eben nicht, wie ein Zombie, auf sein Handy starrend, durch die Gegend rennt. Nein, der Benutzer hat Hände und Augen frei und nimmt ganz bewusst seine Umwelt war.

Um die App für Tester aufzubereiten haben wir zunächst einen Prototypen gebaut, richtig oldschool aus Papier und Pappe. Geschnitten und geklebt mit unseren eigenen Händen, im Schweiße unseres Angesichts – oder so. Das Gute an einem solchen Prototypen ist, dass es nicht viel Zeit kostet ihn zu erstellen, man muss nichts programmieren und kann Änderungen sehr schnell vornehmen und so die App seinen Wünschen anpassen. Durch die kurze „Produktionszeit“ ist es auch möglich die App innerhalb von kürzester Zeit mit Testpersonen auszuprobieren. Im äußersten Notfall, falls die App komplett flopt, hat man außerdem nicht zu viel Zeit investiert und kann sich schneller neuen Ideen zuwenden.

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Testing

Des Testing unseres Prototypen war nicht nur aufregend sondern auch sehr hilfreich. Wenn man jemandem seine Idee, sein Projekt oder, wie in unserem Fall, seine App das erste Mal präsentiert ist man immer etwas aufgeregt. Vieles könnte schief gehen, der Tester könnte die App nicht verstehen, sie nicht mögen oder schlicht und einfach die falsche Zielgruppe sein. Grade dann wenn man überzeugt von seiner Idee ist und unbedingt will, dass auch andere sie gut finden, hat man besonders viel Angst.

Um direkt die Anspannung zu nehmen: Das Testing lief sehr gut! Alle Testpersonen hatten sofort verstanden worum es geht und wollten auch direkt loslegen. Lian und ich hatten uns eine Testroute vorbereitet, einmal von unserem Klassenraum, in den 6. Stock, durch einige Türen, bis in unsere Cafeteria. Die Tester sollten diesen Weg mit Hilfe der App erfolgreich meistern, natürlich wusste keiner von ihnen, wo die Reise hingehen sollte. Größtes Problem beim Testen war die Nachahmung der Vibration des Handys, da ein schnödes Stück Pappe nun mal nicht vibrieren kann musste wir diesen Job übernehmen. Immer wenn eine der Testpersonen in die falsche Richtung lief schüttelten wir sie, mehr oder weniger, leicht durch, bis sie den Weg wieder gefunden hatten. So fanden letzten Endes alle Testpersonen den richtigen Weg und landeten wohlbehütet in der Cafeteria.

Bei der Auswertung konnten wir viel Positives feststellen. Fast jeder der Tester fand es gut, dass man sich durch die App wieder mehr auf seine Umgebung konzentriert. Ein Stadtspaziergang wird so zur Entdeckungstour. Problematisch war jedoch der Vibrationsalarm, wenn man in die falsche Richtung geht. Oftmals wussten die Benutzer nicht welche Richtung sie einschlagen sollten und drehten sich orientierungslos im Kreis, erst durch unsere Hilfe konnten sie den Weg wiederfinden. Als Lösung dieses Problems können wir uns verschiedene Vibrationsmuster für die unterschiedlichen Himmelsrichtung vorstellen. Beispiel: Der Benutzer soll nach rechts abbiegen, das Handy vibriert einmal, der Benutzer soll nach links abbiegen, das Handy vibriert zweimal kurz hintereinander. So sollten sich die Testpersonen besser zurecht finden. Zusätzlich dazu, wird es einen Richtungspfeil auf dem Handybildschirm geben. Sollte man sich verirren und die Vibration des Handys auch nicht weiter helfen, kann man immer noch diese Hilfe zu Rat ziehen und so seinen Weg problemlos wiederfinden.

Die neuen Features konnten wir leider noch nicht testen, bekamen aber für die Neuerungen ein positives Feedback. Wir hoffen, das sie auch beim Testing so gut ankommen werden und vielleicht kommen dabei noch mehr frische Impulse um unsere App zu verbessern.

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