Erste Ideen

Nach der Entdeckung von, für uns, völlig neuen Methoden und Möglichkeiten Apps zu analysieren und zu testen geht es jetzt in die heiße Phase. Eine App-Idee zum testen und ausprobieren des Gelernten muss her! Sie soll möglichst neu und bisher einmalig sein – großes Überthema: Fortbewegung. Ein Thema das schon Viele beschäftigt haben dürfte, vor allem weil es uns fast täglich tangiert. Wie komme ich möglichst schnell, günstig, interaktiv, sicher oder bequem an mein Ziel? Ich selber musste erst einmal lange überlegen, was mir persönlich am wichtigsten ist, wenn ich mit fortbewege, ist es Sicherheit oder entscheidet doch der Preis?

Letzten Endes erinnerte ich mich daran, wie ich mich einmal verlaufen hatte. Ich war grade erst nach Leipzig gezogen, noch völlig desorientiert und komplett ohne Plan wie ich mich zurechtfinden sollte. Um mein neues Revier zu erkunden wollte ich einen kleinen Stadtbummel machen, also lief ich los. Ich tingelte von einem Laden zum Nächsten, ohne wirklich darauf acht zu geben, wo ich hinlief. Zum Schluss fand ich ich mich selbst zwischen Wohnhäusern wieder, wo ich war und wie ich zurückkommen sollte – ein absolutes Rätsel. Jemanden auf der Straße anzusprechen war mir aber auch zu peinlich, sollte ja keiner wissen das ich neu hier war. Also entschied ich mich dazu einfach erstmal eine 180°-Drehung zu machen und zurück zu laufen. An der nächsten Straßenkreuzung kam dann aber schon das nächste Problem, wohin jetzt? „Thomaskirche“ stand auf einem Schild, das sagte mir was und ich lief los. An der Kirche angekommen hangelte ich mich von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, bis ich wieder wusste wo ich lang musste. Als ich wieder in meiner Wohnung angekommen war wurden mir zwei Dinge klar: 1. mein Orientierungssinn glich dem eines Eichhörnchens, das im eisigen Winter nach seinen eigegrabenen Vorräten sucht und viel wichtiger 2. ich hatte erfolgreiche meinen neuen Wohnort erkundet.

Diese Begebenheit führte letzten Endes dazu, dass ich auf die Idee kam, eine App zu entwickeln bei der man sich über Bilder orientieren kann. Plan ist es, dass der Benutzer vor sich einen stilisierten Stadtplan sieht, auf dem die wichtigsten Straßen eingezeichnet sind. Zusätzlich werden Sehenswürdigkeiten, markante Hausfassaden, ansprechende Graffitis und Ähnliches angezeigt. Der interessierte Benutzer kann dann von Punkt zu Punkt laufen und sich die Sehenswürdigkeiten anschauen, dabei soll er selbstständig einen Weg durch die Stadt finden und sie so erkunden. Ebenfalls soll es möglich sein, sich so wieder nach Hause zu finden, falls man sich verlaufen hat. Durch dieses spielerische Lernen wird der Benutzer bald feststellen, das er sich auch alleine besten zurecht findet, denn die App funktioniert nicht wie ein herkömmliches Navigationsgerät dem man stoisch folgen muss. Ganz im Gegenteil, der Benutzer wird dazu angeregt sich selbst einen Weg zu suchen, zu erkunden, auch mal einen falschen Weg zu nehmen und in einer Sackgasse zu landen. All dies gehört dazu, wenn man eine neue Stadt oder einen neuen Ort richtig kennenlernen will und nicht nur von A nach B kommen möchte.

 

Projektzusammenlegung 

Nachdem wir alle unsere Appideen präsentiert hatten wurde sehr schnell deutlich, dass sich einige der Ideen sehr ähnelten. Vor allem die Idee von Lian kam meiner am nächsten (zu lesen in „travle_freely“), also beschlossen wir unsere Ideen zusammenzulegen und einen gemeinsamen Prototypen zu erstellen.

Besonders gut an Lians Idee fand ich, dass er noch einen Schritt weiter gehen möchte als ich. Der Benutzer soll sich komplett ohne auf den Bildschirm zu starren bewegen können, ohne sich völlig zu verlaufen. Das Ganze soll über die Vibration des Handy funktionieren und somit unaufdringlich dafür sorgen, dass man auf der richtige Route bleibt.

Ich denke das wir unsere Apps gut miteinander verknüpfen können und bin gespannt auf das Endergebnis.

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