Bill Verplank – Interaction Design Sketchbook

METHODISCH ZUR LÖSUNG

Der Designer Bill Verplank geht in seinem Interaction Design Sketchbook in 4 Schritten vor.

  • Sketching
  • Interaction
  • Design
  • Paradigms

 

Heute widmeten wir uns dem 3. Part, dem Design.

bill-verplank

Bill Verplank_Interaction Design Sketchbook

Im Groben erklärt, geht es um ein Gerüst, welches die Schritte von einem Problem, über die Idee, die Technik bis hin zur Umsetzung (Design) beschreibt.

Das Modell ist so aufgebaut, dass man von der Übersicht (Wunsch, Metapher, Konzept und Visualisierung) ins Detail (Problem, Situation, Struktur und Steuerung) geht.

Mit diesem Konzept und den darin enthaltenen einzelnen Schritten, kann man das Verhalten der Nutzer im späteren Verlauf gut und strukturiert organisieren.

Das Modell dient als ein nützliches, visuell anschauliches Grundgerüst, an dem man sich in seinem Prozess gut entlang hangeln kann und Unterbewusstes deutlich wird. Denn in den meisten Fällen handeln wir intuitiv nach diesen Prinzipien.

 

DER ABLAUF

Es gibt etwas, was uns stört, worauf hin wir einen Wunsch empfinden//äußern. Wenn wir uns dieser Idee intensiv widmen und uns damit auseinandersetzen, fallen uns oft Metaphern ein, die unsere Gedanken (oder auch schon das Konzept) auf einfache Art und Weise darstellen. Um es für möglichst alle Zielgruppen und Situationen anwendbar zu machen, stellen wir uns verschiedene Szenarien vor, die unsere Idee (Produkt oder Dienstleistung) beinhalten.

Daraus entsteht das Konzept und folgend eine Technik bzw. Anwendung, die die Handhabung mit dem Produkt oder der Dienstleistung strukturiert. Um das gesamte Konzept danach haptisch und visuell greifbar zu machen und vor allem für einen selbst vorstellbar und realistisch zu machen, geht es dann in den Part der Visualisierung, wo das Design festgelegt und erstellt wird.

Zu guter Letzt widmen wir uns dann der Steuerung, sozusagen der Bedienung. Diese Prozesse durchlaufen wir meistens intuitiv, doch können wir uns durch diese Methode gut daran hangeln, die Struktur nicht aus den Augen verlieren und somit unsere wichtigsten Punkte festhalten und überprüfen.

 

INTERAKTION MIT DEM MODELL

Vor allem durch das stark reduzierte (zu reduzierte?) und einprägsame Schaubild kann der Prozess wahrscheinlich erheblich vereinfacht werden. Wir Menschen sind stark visuell und bildhaft geprägt, sodass das Modell eine gute Hilfe beim Denkprozess sein kann und die Knotenpunkte im Denken darstellt. Außerdem unterstreicht diese Methode noch einmal, dass man ein Projekt nicht, wie früher gedacht, schon im Vornherein planen kann und man Schritt für Schritt, wie beim Wasserfallmodell, zum Ergebnis kommt. Man muss immer wieder Rückschritte machen, das Projekt aus anderen Perspektiven betrachten, um am Ende ein Ergebnis zu entwickeln, was für alle Situationen und alle Zielgruppen anwendbar ist.

Häufig ändern Unternehmen, Firmen, einfach Menschen als allererstes ihre Struktur oder Steuerung, wenn sie merken, dass ein Problem vorliegt und fragen sich erst danach, für wen und welches Problem es überhaupt löst. Das dies nicht der richtige Lösungsweg ist, ist eindeutig, weshalb das Modell gut als Leitfaden dient.

 

FAZIT

Wie schon oben benannt, dient dieses Modell als Gerüst bzw. als Projektrahmen und wird nicht als festes Regelwerk verstanden. Dies lässt viel Freiraum zum Denken und kann somit auf fast alle Bereiche, ob spezifisch oder allgemein, adaptiert werden. Es kann daher für ein komplett neues Produkt angewendet werden oder aber für ein schon Fertiges, für welches neue Kommunikationsmaßnahmen entwickelt werden müssen.

Jedoch gibt diese Methode trotz allem keine Sicherung auf einen Lösungsweg oder ein Ergebnis. Somit besteht das Risiko zum Scheitern.

In Hinsicht auf unser Projekt empfinde ich diese Methode als sehr nützlich und vorteilhaft, um strukturiert und übersichtlich den Prozess zu planen und durchzuführen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich am Anfang eines Projekts häufig einen großen Berg an Aufgaben, Möglichkeiten, Methoden usw. sehe. Es ist gut sich eine Struktur aufzubauen, um seine Gedanken zu sortieren und seine nächsten Schritte zu planen.

Allerdings stellt sich mir die Frage, ob ich das ganze Projekt lang so konsequent bin und mich immer wieder an die einzelnen Punkte vom Schaubild halte oder doch wieder intuitiv handle.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s